Geschichtsdaten St. Goar

Die Geschichte von St. Goar 

Hier finden Sie mehr oder weniger wichtige Daten aus der Stadtgeschichte von St. Goar. Die Zeitleiste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Alter Stadtplan von St. Goar

 

 

Foto: Mit freundlicher Genehmigung der Touristen-Information St. Goar

 

 

Zeitleiste

 
Es ist sehr wahrscheinlich, dass zur Römerzeit, die etwa 50 v. Chr. am Mittelrhein begann, im heutigen Stadtgebiet von St. Goar Menschen siedelten. Es wird vermutet, dass schon früh eine Heerstraße am Rhein die Siedlungen an der Mosel- mit der Nahemündung miteinander verband. Ebenso wurde im Verlauf der heutigen Autobahn 61 eine Straße durch die Römer angelegt. Im heutigen Stadtgebiet soll sogar eine Rheinfähre die beiden Ufer verbunden haben.
 
5. Jahrhundert
Die Franken erobern den Mittelrhein. Die Herrschaft der Römer geht in diesem Gebiet zu Ende. Es entstehen zum Teil neue Siedlungen abseits der römischen Siedlungskerne. Die Endung „heim“ weist auf solche Orte hin.
 
495
Der spätere Namensgeber von St. Goar wird im Chateau Saint Goard bei Ardin geboren. Der Ort gehörte damals zu Aquitanien im Südwesten von Frankreich. Heute gehört Ardin zur Region Poitou-Charentes im Departement Deux-Sevres.
 
Um 550
Damals ließ sich der Mönch Goar am Rhein nieder. Er wurde zum Namensgeber von St. Goar. Angeblich wohnte er in einer Klause an der Mündung des Lohbach in den Rhein. Andere Quellen sprechen von einer Höhle am Bankeck.
 
575
Wahrscheinliches Todesjahr des Mönchs St. Goar.
 
588
In einem römischen Reisebericht wird über Weinberge auf dem rechten Rheinufer nördlich von Koblenz berichtet.
 
643
Eine Urkunde belegt den Weinbau in Boppard.
 
8. Jahrhundert
Der Ortname St. Goar ist seit dieser Zeit nachweisbar.
 
Das Treideln ist am Mittelrhein urkundlich belegt.
 
Der rein königliche Besitz am Mittelrhein geht dem Ende entgegen. Immer mehr kirchliche und weltliche Herren bekommen Land unter ihren Einfluss.
 
765
Die Herrschaft in St. Goar wird vom Frankenkönig Pippin dem Jüngeren auf die Benediktinerabtei Prüm übertragen. In dieser Zeit wurde mit dem Bau der ersten Kirche begonnen.
 
820
Biebernheim wird erstmals urkundlich erwähnt.
 
893
Die Abtei Prüm hatte in St. Goar 218 Bauernhufen und 4 Mühlen in ihrem Besitz.
 
992
Erste urkundliche Erwähnung von Werlau.
 
11. Jahrhundert
Die erste Kirche wird durch einen Neubau ersetzt.
 
Der Weinbau wird verstärkt am Mittelrhein in Steillagen und Seitentälern betrieben.
 
1118
Der Templer Orden zur Bekämpfung der Feine des Kreuzes wird gegründet. In St. Goar hat der Orden ein Gebäude am Nordrand des Kirchplatzes besessen. Das Haus wurde in alten Karten als Templerhof bezeichnet.
 
1137
Die Dechanei wird gebaut. Es ist heute das älteste erhaltene Haus der Kernstadt.
 
1190
Die Stadt wird unter den militärischen Schutz und die Gerichtsbarkeit des Grafenhauses von Katzenelnbogen gestellt.
 
1138 - 1204
Die Stadt St. Goar wird durch eine Stadtmauer und Wehrtürme befestigt. Dazu gehörten auch der heute noch erhaltene Kanzleiturm und der Heyenturm (Hexenturm). St. Goar hatte in der Stadtbefestigung insgesamt 10 Türme.
 
1185
Das Geschlecht der Grafen von Arnstein als ersten Schutzherren von St. Goar stirbt aus.
 
1219
Die Stadtburg (Palatium) in St. Goar wird erstmals urkundlich erwähnt. Sie stand auf dem Gelände des heutigen Bahnhofs. Es könnte sich dabei um eine königliche Wohnung (Pfalz) handeln, die auf Reisen genutzt wurde.
 
1245
Im Jahre 1245 bis 1248 erbaute Graf Diether v. von Katzenelnbogen die Burg Rheinfels als Zollburg.
 
1255
Erste Belagerung der Burg Rheinfels, die erfolgreich abgewehrt werden konnte.
 
1285
Die Stadt wird erstmals durch einen Bürgermeister und einen Stadtrat vertreten.
 
13. Jahrhundert
St. Goar hatte eine eigene Währung, deren Münzen in der heutigen Gerstengasse geprägt wurde. Die St. Goarer Münzen gab es bis zum Dreißigjährigen Krieg.
 
1312
Der Templerorden wird durch Papst Clemens V. verboten. Der Templerhof an St. Goars Kirchplatz geht in den Besitz des Stifts über.
 
1332
Das erste Rathaus in St. Goar wird urkundlich erwähnt. Es stand an der Nordseite des heutigen Marktplatzes.
 
1341
Erste Erwähnung einer christlichen Gemeinde in Werlau.
 
1344
Am Markplatz wird durch den Abt von Prüm ein Hospital errichtet.
 
Die St Goarer Schützengesellschaft wird erstmals urkundlich erwähnt.
 
1346
Erste urkundliche Erwähnung des Hotels „Zur Lilie“. Das Hotel beherbergte zahlungskräftige Gäste.
 
1381
Die Abtei Prüm verkauft die Herrschaft über Biebernheim an die Trierer Kirche.
 
1383
Erste Erwähnung jüdischer Einwohner in St. Goar.
 
1393
Die Burg Neukatzenelnbogen (Burg Katz) wird gebaut. Andere Quellen geben die Bauzeit von 1360 bis 1371 an.
 
1419
Die jüdischen Geldhändler in St. Goar werden von Graf Johann IV. zum Verzicht aller Forderungen an seine Untertanen gezwungen.
 
1423
Die Grafen von Katzenelnbogen erhalten das Vorschlagsrecht für neu zu besetzende Kanonikate und Vikariate.
 
1440
Die Stiftskirche wird erbaut.
 
1444
Philipp d. ältere von Katzenelnbogen übernimmt die Herrschaft in St. Goar. Unter seine Herrschaft wird die Stiftskirche weiter ausbaute.
 
1448
Die Abtei Prüm kauft Biebernheim wieder von Kurtier zurück. War erst 1381 verkauft worden.
 
1460
Erste urkundlicher Erwähnung des Hansenordens.
 
1469
Die Stiftskirche bekommt einen neuen Westturm.
 
1479
Die hessischen Landgrafen kommen in den Besitz der Burg Rheinfels, da das Geschlecht der von Katzenelnbogen erloschen war.
 
1496
Eine Urkunde belegt, dass es in Biebernheim eine katholische Kapelle gegeben hat.
 
1500
Die Burg Rheinfels wird weiter ausgebaut und damit militärisch immer wichtiger.
 
Um 1500 waren die „Oberländer-Frachtschiffe“ am Mittelrhein für schwere Lasten dominant. Die „Oberländer“ waren etwa 24 Meter lang, 6,4 Meter breit und hatte eine Tragfähigkeit von etwa 40 Tonnen.
 
1506
Für die Stiftskirche werden neue Glocken gegossen.
 
1520
Albrecht Dürer zeichnet auf einer Rheinreise die Burg Rheinfels.
 
1524
Der Landgraf Philipp von Hessen, zu dessen Herrschaftsgebiet St. Goar gehörte, bekennt sich zur Reformation.
 
Die Rheinischen Kurfürsten treffen sich in Oberwesel, um gemeinsam gegen protestantische Bürgerschaften vorzugehen, die eine Abschaffung der Privilegien des Klerus fordern.
 
1525
Die Bauernkriege wirken sich am Mittelrhein kaum aus.
 
1526
Die Landgrafen von Hessen führten in ihrem Gebiet die Reformation durch. Das Stift in St. Goar wurde aufgehoben.
 
1527
Die Wallfahrten zum Grab von Goar gehen im Rahmen der Reformation zurück.
 
1528
Die Stiftskirche wird zur evangelischen Pfarrkirche.
 
1530
In St. Goar durfte jeden Freitag ein Wochenmarkt stattfinden.
 
1532
Erste urkundliche Erwähnung der „Fliegenden Brücke“ in St. Goar. Dabei wurden zwei Nachen mit einer Plattform verbunden und an einer Kette, die in der Strommitte verankert war, verbunden. Je nach Ruderstellung pendelte die „Fliegende Brücke“ zwischen den Ufern.
 
In Werlau ist erstmals ein evangelischer Geistlicher tätig.
 
1591
Den Kaufleuten von St. Goar wird ein Hansenbecher durch Friedrich V. von der Pfalz gestiftet. Es war der zweite Hansenbecher. Ein älteres Exemplar soll aus der Zeit Karls des Großen stammen.
 
1562
Die Grube „Gute Hoffnung“ wird erstmals urkundlich erwähnt. Dort wurden in der Folgezeit Blei-, Kupfer- und Zink-Erze abgebaut.
 
1570
Am Mittelrhein halten sich zu dieser Zeit die Gebiete mit katholischen und protestantischen Glauben in Etwa die Waage.
 
1580/81
In St. Goar wütet die Pest. 175 Tote sind zu beklagen.
 
1587
Im „Großen Keller“ der Burg Rheinfels wurde ein Fass aufgestellt,das 200.000 Liter Wein für die Soldaten der Festung aufnehmen konnte.
 
Der „Zweite Hansenbecher“ wird durch Friedrich V. von der Pfalz den Händlern gestiftet.
 
1598
Die Pest bricht wieder aus und fordert 175 Tote.
 
Die erste Apotheke wird in St. Goar eröffnet.
 
Ende des 15. Jahrhunderts
Neben dem Königtum üben folgende Herrschaften die Macht am Mittelrhein aus: Das Erzstift Mainz, Trier und Köln. Ferner die Pfalzgrafen bei Rhein, die Grafen von Katzenelnbogen, die Landgrafen von Hessen, die Grafen von Nassau und die Fürstabtei Prüm.
 
Um 1600
Wein wird zum wichtigsten Volksgetränk. Der Verbrauch soll bei 150 Liter pro Kopf und Jahr gelegen haben.
 
1613
St. Goar hat 1.134 Einwohner.
 
1618
Im Dreißigjährigen Krieg (bis 1648) litten die Bewohner von St. Goar besonders unter den Truppen der Spanier und Franzosen. Der Schwedenkönig Gustav Adolf soll in St. Goar in der Stiftskirche gewesen sein.
 
Im Dreißigjährigen Krieg und danach ging die Zahl der Häuser in Werlau von 45 im Jahr 1618 auf 27 im Jahr 1667 zurück.
 
1621
Die Burg Rheinfels konnte die ersten Angriffe von spanischen Truppen im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs abwehren.
 
Der spanische General Spinola zwingt nach seinen militärischen Siegen die protestantische Union zur Niederlegung der Waffen am Mittelrhein.
 
1622
Erste fliegende Brücke über den Rhein zur Versorgung der Festung Rheingold mit militärischem Material.
 
1626
Die Burg Rheinfels kommt in den Besitz des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt.
 
Plünderung der Stadt durch spanische Truppen.
 
1627
Der Trierer Kurfürst Philipp Christoph von Sotern bricht aus dem Rheinischen Bund aus und kämpft gegen die spanischen und kaiserlichen Truppen.
 
1630
Die schwedischen Truppen unter König Gustav Adolf greifen in den Krieg am Mittelrhein ein.
 
1631
Schwedische Truppen greifen Mainz an. Mit Unterstützung des Landgrafen von Hessen-Kassel wird die Stadt 1632 erobert.
 
1647
Die Burg Rheinfels kommt in den Besitz des Hauses Hessen-Kassel.
 
1648
Der westfälische Frieden von Münster und Osnabrück beendet auch die letzten kriegerischen Handlungen der dreißigjährigen Kriegs am Mittelrhein.
 
1649
Die Herrschaft über St. Goar geht auf die Landgrafen Ernst von Hessen-Rotenburg-Rheinfels über.
 
1652
In St. Goar dürfen wieder katholische Gottesdienste abgehalten werden. Zunächst in der Krypta der Stiftskirche.
 
1654
Der Bau der katholischen Kirche außerhalb der Stadtmauern beginnt.
 
1657
Die Burg Rheinfels wird durch neue Forts ergänzt und ist dadurch noch schwerer einzunehmen.
 
1658
Im Hafen wird ein Kranturm gebaut.
 
1660
Die neue katholische Kirche wird geweiht. Sie entstand außerhalb der Stadtmauer.
 
Die Stiftskirche wird durch einen Blitzschlag beschädigt.
 
1682
Das Haus des Hospitalmeisters Johann Heinrich Maull wird an der Heerstraße, Ecke Schleiergasse, erbaut.
 
1683
Der Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels stiftet dem Hansenorden einen weiteren Hansenbecher. Ein älterer Becher stammt aus dem Jahr 1591.
 
1688
St. Goar wird durch die Belagerung der Franzosen zum Teil zerstört.
 
Im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekriegs kam es zu bis dahin ungekannten Zerstörungen am Mittelrhein. Nur die Festung Rheinfels auf der linken Rheinseite hielt allen Angriffen der französischen Truppen stand.
 
Am 4. August brennt Werlau durch Blitzschlag während eines Gewitters fast ganz ab. Neben der Kirche werden 21 Häuser und 28 Scheunen ein Raub der Flammen.
 
Im Rhein wurde ein wunderliches Tier gesichtet. Es soll bis Basel geschwommen sein. Dabei könnte es sich um einen Wal gehandelt haben. 1966 wurde ein Beluga-Wal im Rhein entdeckt.
 
1692
Die Biebernheimer geben ihr Dorf vor den aufziehenden französischen Truppen auf und fliehen auf die rechte Rheinseite.
 
Erneute Belagerung der Stadt und der Burg Rheinfels durch die Franzosen mit entsprechenden Schäden in der Bebauung.
 
1693
Die Franzosen ziehen nach der vergeblichen Belagerung der Burg Rheinfels ab. Beim Rückzug brennen sie Biebernheim nieder.
 
Nach der Rückkehr der Biebernheimer wird auf den Grundmauern der abgebrannten Kirche die noch heute bestehende evangelische Dorfkirche aufgebaut.
 
1697
Im Frieden von Rijswijk musste Karl von Hessen-Kassel auf den Besitz der Burg Rheinfels verzichten. Ludwig XIV. gab aber den Vorstoß an den Rhein mit der Bildung einer neuen Grenze auf.
 
1700
Um dieses Jahr gründet Heinrich Goedecke einen Weinhandel, der sehr erfolgreich wird. In seinem ehemaligen Haus ist heute das Puppen- und Bärenmuseum untergebracht.
 
1702
In den Wirren des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 - 1715) konnte Landgraf Karl von Hessen-Kassel die Burg Rheinfels wieder in seinen Besitz bringen.
 
1709
Wasserleitungen und Pumpe werden in der heutigen Pumpengasse gebaut.
 
1718
Eine Reichsexekution zwang die Grafen von Hessen-Kassel zur Aufgabe der alleinigen Herrschaft auf der Burg Rheinfels. Die Festung wurde danach mit verschiedenen Truppenkontingenten besetzt.
 
1720
In der Kirche von Biebernheim werden zwei neue Glocken aufgehängt.
 
1737
In einem Plan von St. Goar ist der Lohbach noch bis zur unteren Straße offen geführt.
 
1749
Das Haus Goedecke wird erbaut. Dort befindet sich heute das Puppen- und Bären-Museum.
 
1754
Die Landgrafen von Hessen-Kassel bekamen wieder das Recht auf die alleinige Besetzung der Burg Rheinfels.
 
1758
Während des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) nehmen französische Truppen kampflos die Burg Rheinfels und St. Goar ein. Die Festung war zu diesem Zeitpunkt nicht verteidigungsfähig. Unter Anderem fehlte es an Artilleriemunition.
 
1759
Durch eine Pulverexplosion werden in St. Goar zahlreiche Häuser, darunter auch die Stiftskirche, stark beschädigt. Das Rathaus und das Hospital in der Nähe des heutigen Hotels „Zum Goldenen Löwen“ wurde komplett zerstört. 31 Menschen sterben bei dem Unglück.
 
Das wieder aufgebaute Rathaus brennt kurz nach der Fertigstellung ab.
 
1762
Das 1759 abgebrannte Rathaus konnte durch einen Neubau ersetzt werden.
 
1763
Die Familie Mozart macht auf einer Rheinreise Station im Hotel „Lilie“. Damals war der später so berühmte Komponist noch ein kleiner Junge im Alter von 7 Jahren.
 
1764
Neben der Dechanei wird ein Armenhaus erbaut.
 
1772
Auf dem Kirchplatz wird das Beinhaus abgerissen. Ursprünglich war das Beinhaus eine Kirche, die noch vor der Stiftskirche errichtet worden ist. Sie diente zur Entlastung der für die vielen Pilger längst zu klein gewordene Kapelle des St. Goar.
 
1789
Das Hotel Rheinfels wird am Marktplatz erbaut.
 
Ein Großbrand zerstört das alte Kloster, das als Schule genutzt wurde.
 
1790
Eine neue evangelische Schule wird gebaut.
 
1794
St. Goar zählt 1.992 Einwohner.
 
Die Burg Rheinfels wird den französischen Revolutionstruppen kampflos übergeben. Damit kommt auch die Stadt St. Goar in französische Hand.
 
In der französischen Besatzungszeit sind alle jüdischen Einwohner gleichberechtigt.
 
Ende Oktober war das gesamte linke Rheinufer französisch besetzt.
 
Biebernheim, Burg Rheinfels und St. Goar gehören zum französischen Arrondissement Simmern.
 
Ab 1794 brachte die französische Herrschaft für viele Menschen nie gekannte Freiheiten und Rechte: Trennung von Verwaltung und Justiz, normierte Gerichtsverfahren, Gesetzbücher (Codes Civil), Trennung von Kirche und Staat, Beseitigung ständischer Privilegien, rechtliche Gleichstellung der Bürger, Abschaffung der Feudalabgaben und allgemeine Gewerbefreiheit.
 
1795
Die Mühle von Jost Goedert wird erbaut.
 
Erste Reisebeschreibung des Rheins im romantischen Stil durch den Italiener Aurelio de Giorgi Bertola.
 
Das linke Rheinufer wird von den Franzosen annektiert.
 
1797
Die Burg Rheinfels wird von den Franzosen gesprengt und danach als Steinbruch genutzt.
 
1798
Unter französischer Herrschaft wurden Departements mit darunter angesiedelten Kantonen gebildet. Ein Kanton trug den Namen St. Goar mit den Orten Holzfeld, Biebernheim und Urbar.
 
1800
In der Napoleonischen Zeit in St. Goar wurde die Stadtmauer entlang der Rheinseite abgebrochen. Der Rundtrum am südlichen Ende direkt am Rheinufer wurde dabei ebenfalls abgetragen.
 
Erster jüdischer Bürgermeister in St. Goar.
 
Clemens Brentano verbindet literarisch die Loreley mit der Frauengestalt „Lore Lay“.
 
Die Kantone wurden durch Mairien (Bürgermeistereien) abgelöst. Die Umstrukturierung erfolgte im Rahmen der neuen französischen Konsularverfassung.
 
1801
Im Frieden von Lunéville wurde St. Goar, wie das gesamte linke Rheinufer am Mittelrhein, zu französischem Gebiet. Französisch wurde damit auch zur Amtssprache. Für die Bevölkerung positiv war die Abschaffung der Leibeigenschaft und die Einführung der Gewerbefreiheit.
 
1802
Die „Romantiker“ Friedrich Schlegel, Clemens Brentano und Achim von Arnim entdecken den Rhein. Sie machen den Mittelrhein mit seinen Burgen und Naturdenkmälern in ganz Deutschland bekannt.
 
Das französische Kultusgesetz lieferte die Basis für Unionsgemeinden im französisch besetzten Rheinland.
 
1803
Baubeginn der Rheinuferstraße von Koblenz nach Bingen. Der Vorläufer der Bundesstraße 9 wurde „Route Napoleon“ genannt.
 
Der Reichsdeputationshauptschluss wird unterzeichnet. Darin verliert das Heilige Römische Reich die linksreinischen Gebiete an Frankreich. Die weltlichen Fürsten, die dort Besitz verloren hatten, wurden durch neue rechtrheinische Gebiete entschädigt, die im Rahmen der Säkularisierung durch Auflösung geistlicher Fürstentümer frei wurden. Auch viel frei Reichsstädte wurden aufgelöst. Nur Mainz blieb durch rechtsrheinische Besitzungen als geistliches Fürstentum erhalten. Insgesamt verlor die Kirche einen Großteil ihrer weltliche Macht.
Im Reichsdeputationshauptschluss wurden die Rheinzölle aufgehoben.
 
1806
Friedrich Schlegel beschrieb eine Rheinfahrt und verbindet dabei Landschaft und Geschichte des Rheintals. Die „Rheinromantik“ erlebt einen Aufschwung.
 
Die Rheinbundstaaten schließen sich zusammen und sagen sich vom Deutschen Reich los.
 
Die Burg Katz wird auf Befahl von Napoleon durch Sprengungen schwer beschädigt und erst Ende des 19. Jahrhundert wieder aufgebaut.
 
1811
Biebernheim bekommt eine evangelische Schule.
 
Napoleon legt ein Netz von Kaiserstraßen (routes imériales) an. Jede Straße bekommt eine Nummer, wie wir es heute von den Bundesstraßen her kennen. Eine Straße wird von Basel nach Nimwegen entlang des Rheins als Kaiserstraße ausgewiesen. Die Straße soll die Nummer 86 bekommen haben.
 
1813/14
In der Neujahrsnacht begann der Übergang der Truppen von Marschall Blücher über den Rhein bei Kaub. Bis zum 2. Januar war eine russische Pontonbrücke fertig. 60.000 Soldaten, 15.000 Pferde und 182 Geschütze wechselten auf die linke Rheinseite, um den französischen Truppen nach zu setzten.
 
1814
Nach dem Frieden von Paris wurden die Départements an Rhein und Mosel aufgelöst. In Kreuznach richtet sich eine provisorische Administration ein.
 
1815
Nach der Niederlage Frankreichs und dem Wiener Kongress kam die Burg Rheinfels und St. Goar in preußischen Besitz.
 
St. Goar wurde zur Kreisstadt erklärt. Damals lebten im Kreis St. Goar ca. 28.000 Menschen. In St. Goar wurden 1.108 Einwohner gezählt.
 
1816
Zum Landkreis St. Goar gehören die Bürgermeistereien von: Bacharach, Boppard, Bodenbach, Halsenbruch, Niederheimbach, Obergondershausen, Oberwesel, Pfalzfeld, Stankt Goar und Wiebelsheim.
 
1817
Biebernheim zählt 292 Einwohner.
 
1818
Die Burg Rheinfels wurde verkauft und weiter als Steinbruch genutzt.
 
Im Norden der Stadt, noch vor der Stadtmauer, wurde im Gasthof „Rheinischer Hof“ die Poststation der Thurn und Taxischen Post untergebracht.
 
Lord Byron macht die Rheinlandschaft in England durch seine Erzählungen populär.
 
1820
Die Stumm-Orgel in der Stiftskirche wird eingeweiht.
 
1821
St. Goar kommt zum Bistum Trier.
 
1822
Die Kavallerie-Kaserne unterhalb der Burg Rheinfels wird für die Erweiterung der Uferstraße abgerissen.
 
Die 300-Jahr-Feier der Reformation löste einen Zusammenschluss der lutherischen und reformierten Kirche zur „Evangelischen Kirche“ am Mittelrhein aus. Die Vereinigung der Kirchen kam durch Abstimmungen in den Gemeinden zustande.
 
Preußen vereinigt die rheinischen Gebiete zu einer Provinz, für die sich später der Name "Rheinprovinz" einbürgerte.
 
1823
Heinrich Heines Gedicht „Ich weiss nicht was soll es bedeuten“ entsteht.
 
Die preußische provinzialständische Verfassung tritt in Kraft. Der alte Ständestaat lebt damit wieder auf.
 
1824
Um den besonderen Verhältnissen in der „Rheinprovinz“ gerecht zu werden, wird die Rheinische Provinzialverfassung erlassen. Der Adel kann damit seine Macht weiter stärken und Privilegien zurück erlangen.
 
1825
Das 1762 erbaute Rathaus wird für baufällig erklärt und abgerissen. Das Rathaus wird darauf hin im heutigen Gebäude „Zum Goldenen Löwen“ eingerichtet. Nach kurzer Zeit wird das Gebäude an das Gericht abgegeben. Das Rathaus kommt in einem Haus an der Obernstraße unter, das von der Stadt angemietet wird.
 
Beginn der Dampfschifffahrt am Mittelrhein.
 
1826
Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt (KD) wird gegründet.
 
1827
Am 1. Mai fuhr der erste Dampfer der Köln-Düsseldorfer (KD)im Linienverkehr zwischen Köln und Mainz. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum Rheintourismus gelegt.
 
1830
Der Name „Rheinprovinz“ wird für die neuen preußischen Gebiete am Rhein gebräuchlich.
 
1832
Die Gemälde von William Tombleson werden im Stahlstichverfahren für den Buchdruck umgesetzt. 68 Mittelrhein-Darstellungen werden veröffentlicht und sorgen für weiteres Interesse an dieser Landschaft.
 
1835
In die evangelische Kirche von Biebernheim wird eine gebracht gekaufte Orgel eingebaut.
 
1837
Philipp Friedrich Silcher vertont das Gedicht von Heinrich Heine „Ich weiss nicht was soll es bedeuten“. In Silchers Fassung ist das Lied weltbekannt geworden.
 
1839
Der erste Seitenraddampfer für den Güterverkehr auf dem Rhein wird von einem Kohlenhändler (Stinnes) gekauft.
 
1840
Die Franzosen streben erneut an, ihre Ostgrenze an den Rhein zu verlegen. In Deutschland erfolgt eine starke nationalistische Gegenreaktion.
 
1841
Ein Frauenverein setzte sich in St. Goar für die Armen- und Krankenpflege ein. Sie sammeln für ein Krankenhaus.
 
1842
Der in Detmold geborene Dichter Ferdinand Freiligrath lässt sich mitseiner Frau in St. Goar nieder. Zunächst wohnte er im Haus des Apothekers Ihl (Freiligraths Ihium), heute Heerstraße 63 (Hotel „Silberne Rose“). Später zog er in die Heerstraße 106. In dieser Zeit schreibt er das Gedicht über St. Goar „Ein Flecken am Rhein“.
 
1843
Am 18. Mai 1843 besucht H. C. Andersen den Dichter Freiligrath in St. Goar für wenige Stunden auf der Durchreise.
 
Die Stiftskirche wird umgebaut. Dabei wurden historische Wandmalereien übermalt.
 
Die Burg Rheinfels wird von Prinz Wilhelm von Preußen erworben. Er wird später als Kaiser Wilhelm I bekannt.
 
Die „Rheinische Zeitung“ wird verboten. Redakteur: Karl Marx.
 
Im „Rheinischen Poetensommer“ treffen sich viele Dichter am Mittelrhein.
 
Ferdinand Freiligradt bechreibt in einem Gedicht die Dorflinde in Hirzenach, die wenig später dem Eisenbahnbau weichen musste.
 
1844
Ferdinand Freiligrath verlässt St. Goar und zieht für kurze Zeit nach Assmannshausen. noch im selben Jahr siedelt er sich in Brüssel an, wo er Karl Marx trifft.
 
Eine „neue“ Synagoge wird in St. Goar eingeweiht. Das Gebäude wird später im Zuge des Eisenbahnbaus abgerissen.
 
 
1846
Durch ein Erdbeben werden Häuser in St. Goar beschädigt.
 
1847
St. Goar zählt 1.452 Einwohner.
 
In der Rheinprovinz nähern sich Liberale und Katholiken gegen den protestantischen Staat an.
 
1848
Karl Joseph Movius wird Landrat des Kreises St. Goar. Er setzt sich u. a. für den Bau eines Krankenhauses ein.
 
Am Mittelrhein kommt es ab März nur zu kleinen Protestaktionen im Rahmen der Revolution von 1848.
 
Große Missernten im Weinbau des Mittelrheins. Bis zum Jahr 1857 werden große Ernteausfälle registriert.
 
Die Dampfschifffahrt bildet für die Treidler eine zunehmende Konkurrenz. Sie haben Existenzangst und beschießen vom Ufer aus die Dampfschiffe (bei Braubach).
 
1850
Etwa um dieses Jahr entstanden feste Wahrschauerstationen am Mittelrhein. Eine davon am Bankeck bei St. Goar.
 
1853
DerBau derrechtsrheinischen Uferstraße ist abgeschlossen.
 
1857
Der Rheinfelshafen wird angelegt.
 
Die Talburg (Palatium) von St. Gaor wurde im Rahmen des Eisenbahnbaus teilweise abgetragen. Sie gehörte zumindest bis 1848 dem Fabrikanten Jacob Napp aus St. Goar.
 
Die Wasserführung in der Borngasse wird als wichtige Versorgungseinrichtung der Stadt verrohrt.
 
1858
Die erste Orgel in der Kirche von Biebernheim wird durch das noch heute gespielte Instrument ersetzt.
 
1867
St. Goar zählt 1.330 Einwohner.
 
Mit der Annektierung vom Herzogtum Nassau sowie Frankfurt und Hessen-Darmstadt durch Preußen wurde der gesamte Mittelrhein und Gebiete weit drüber hinaus preußisch.
 
Der Besitzer der Lohgerberei Napp vermacht der Stadt eine Stiftung zur Förderung der Schulen.
 
1868
Das erste Dampfboot wird für die Fährverbindung St. Goar – St. Goarshausen eingesetzt. Die „Loreley I“ kann nur Personen befördern.
 
1869
Die linke Rheinstrecke wird eröffnet. Sie war zunächst eingleisig.
 
Mit der Eröffung der Eisenbahnstrecke wurde der Postkutschenverkehr eingestellt.
 
Ein alter Kran am Hafen von St. Goar wurde abgerissen. Dort stand auch ein Zollhaus. Auf dem Gelände wurde das Hotel Schneider errichtet.
 
1870
Die Zentrumspartei wird gegründet, die besonders unter der linksrheinischen Bevölkerung Anhänger findet. Das Zentrum schwächt die Liberalen erheblich.
 
1871
Das Hotel Schneider wird eröffnet. In dem Spitzenhotel übernachteten sogar Kaiser und Könige dort. 1940 wurde es abgerissen.
 
1872
Das Hotel „Lilie“ wird nach einem Brand neu aufgebaut. Das Haus stammte aus dem Jahr 1346.
 
1873
Das erste Tauerboot wird im Hafen von St. Goar stationiert. Tauerboote ziehen sich mit Hilfe einer Kette im Flussbett den Rhein hinauf.
 
1876
Eine „neue“ Synagoge in der Obernstraße wird erstmals erwähnt.
 
1878
Biebernheim bekommt ein neues Schulgebäude.
 
1879
St. Goar wird Sitz eines Amtsgerichts.
 
1880
Für ein neues Rathaus wird der Grundstein gelegt. Es wird noch heute genutzt.
 
1881
Ein neues Rathaus wird eingeweiht.
 
1883
Bei Rüdesheim wird das Niederwald-Denkmal eingeweiht.
 
1884
Die Reblaus breitet sich am Mittelrhein aus. Viele Rebstöcke müssen vernichtet werden.
 
1885
St. Goar zählt 1.453 Einwohner.
 
1888
Die „Loreley II“ wird für die Fährverbindung St. Goar - St. Goarshausen bis 1906 eingesetzt.
 
Am 3. August 1888 kommt Adolf Friedrich Graf von Schack in St. Goar zur Welt. Er beteiligt sich am 20. Juli 1944 am Aufstand gegen Hitler.
 
Die Rheinfels-Apotheke wird durch Albert Ludwig Meyer in die Heerstraße 59 verlegt.
 
1890
Am Nordportal des Banktunnels wird das Gasthaus „Rheinlust“ eröffnet.
 
1891
Der Zweikaiserstein wird am 18. Oktober eingeweiht. Das Kriegerdenkmal wurde in den Gartenanlagen der Stadt am Rheinufer errichtet.
 
In der evangelischen Kirche von Biebernheim muss eine Glocke aus dem Jahr 1720 ersetzt werden. Zwei neue Glocken aus Gußstahl ersetzen das alte Geläute.
 
1892
Die neue katholische Pfarrkirche wird eingeweiht. Baubeginn war 1889.
 
Die zentrale Wasserversorgung wird in Betrieb benommen.
 
1893
Die evangelische Kirche von Biebernheim wird renoviert.
 
1894
In Werlau wird eine katholische Schule eröffnet.
 
1895
Felssturz am Bankeck. Die Steine fielen bis auf die Rheinuferstraße herab.
 
Baubeginn für das „Movius-Hospital“.
 
1896
Gegenüber dem Loreley-Felsen wird die Gastwirtschaft „Zum Loreley-Felsen“, heute „An der Loreley“, eröffnet.
 
Die Ruine der Burg Katz wird durch die Architekten Emil Schreiter und Bernhard Below aus Wohnsitz aufgebaut.
 
1897
Das Movius-Hospital wird seiner Bestimmung übergeben. Das Hospital wurde 1964 durch das neue Krankenhaus ersetzt.
 
1898
Das Haus Schwarzhaupt, später Cafe Hauser, wird an der Heerstraße erbaut.
 
In Biebernheim wird ein Kapellenbauverein gegründet. Es werden aber noch 58 Jahre vergehen, bis eine neue Kapelle steht.
 
1899
Das alte Rathaus bzw. Gerichtsgebäude an der Heerstraße wird zum Hotel „Zum Goldenen Löwen“.
 
Auf der Hangseite der Obernstraße wird das Gefängnis (Bolles) beschlossen. Später wird das Gebäude abgerissen. Heute befindet sich dort ein Garten.
 
1900
Um 1900 herrschte am Mittelrhein eine Agrar- und Gewerbestruktur vor, die kaum industrielle Zeichen trug. Weinbau, Handwerk und Landwirtschaft gaben den Bewohnern Beschäftigung.
 
Vor der alten Post gehen am 12. Mai Torpedoboote der Kriegsmarine vor Anker.
 
Das Gasthaus „Gute Quelle“ wird eröffnet. Auf dem Gelände stand zuvor der „Rheinische Hof“, in dem lange die Postkutschenstation untergebracht war.
 
1903
St. Goar zählt 1.673 Einwohner.
 
1904
Das Gasthaus „Zur Rose“ brennt vollständig ab.
 
Die Städtische Schule wird der Bestimmung übergeben.
 
1905
Anlässlich des Besuchs des Kaisers Wilhelm II. am Rhein, errichtete die Armee eine Schiffsbrücke in der Nähe des heutigen Hafens.
 
Die Tauer- oder Kettenboote werden auf dem Mittelrhein nicht mehr eingesetzt.
 
1906
Die „Loreley III“ wird für die Fährverbindung St. Goar - St. Goarshausen bis 1930 eingesetzt.
 
Am 17. April 1906 wird die alte Kirche in Werlau abgebrochen.
 
Eine neue Eisenbahnbrücke über die Straße „Schloßberg“ unweit des Kanzleiturms wird gebaut.
 
1907
Historische Wandmalereien in der Stiftskirche wurden freigelegt.
 
Das erste Elektrizitätswerk nimmt seinen Betrieb in der Stadt auf.
 
Die Grube „Gute Hoffung“ wird von der Bergbau AG Friedrichssegen übernommen.
 
Die Post wird in ein Gebäude am Rheinufer (heute Zufahrt zur Fähre) untergebracht. Das schöne Gebäude wurde später im Zuge der Verbreiterung der B 9 abgerissen.
 
Die St. Georg-Kirche in Werlau wird eingeweiht.
 
1909
Die letzten Reste der Stadtburg wurden im Rahmen des Bahnhofsausbaus (Güterhalle) entfernt oder als Fundament genutzt.
 
Unterkunftspreise: 1909 kostete eine Nacht mit Frühstück im Hotel „Lilie“ 3 Reichsmark. Das Gasthaus „Zur guten Quelle“ nahm dafür 2 Reichsmark.
 
1910
Das Luftschiff „Parzival“ überfliegt die Loreley.
 
Die letzten wandernden Wahrschauer begleiten Dampfschleppzüge bei der Bergfahrt auf Ihrem Weg um die Loreley.
 
In der Rheinschifffahrts-Polizeiordnung von 1910 wurde die Wahrschau von Bingen bis St. Goar geregelt.
 
Die Biebernheimer Katholiken bekommen das Grundstück für eine Kapelle von einer Familie aus St. Goar.
 
Wilhelm Kuhn wird geboren. Der Bieberheimer Maler schuf viele Bilder mit Motiven seiner Heimat.
 
1911
Am 16. April 1911 wird die Hohenzollernbrücke in Köln in Betrieb genommen. Sie liegt bei Rheinkilometer 688,5 in der Achse zum Kölner Dom.
 
1913
Die Bergbau AG, der die Grube „Gute Hoffnung“ gehört, geht in Konkurs.
 
1914
Das Hotel „Lilie“ wird bis zum Jahr 1918 zum Genesungslazarett.
 
In St. Goar wird eine Bahnhofswache eingerichtet. Sie soll die Eisenbahn-Einrichtungen und Transport sichern.
 
1915
Der Frauenverein, der sich für die Ausstattung des Hospitals einsetzte, beendet seine Tätigkeit.
 
1916
Neugründung der Bergbau AG Friedrichssegen mit der Grube „Gute Hoffnung“.
 
1917
in der Schwesterstadt St. Goarhausen wird am Rheinhafen ein Portaldrehkran aufgebaut.
 
1918
Der Rückzug der deutschen Truppen aus Frankreich erfolgte über eine Pionierbrücke über den Rhein in St. Goar.
 
Im 1. Weltkrieg verloren 26 Bewohner St. Goars das Leben im Kriegseinsatz.
 
Die Amerikaner richteten im Hotel „Lilie“ ihre Militärverwaltung als erste Besatzungsmacht nach Kriegsende ein. Gegen Ende des Jahres lösten die Franzosen die Amerikaner ab.
 
1919
Durch den Versailler Vertrag wird die internationale Schifffahrt auf dem Rhein frei gegeben.
 
An der Jahreswende 1919/1920 herrscht Hochwasser in St. Goar. Die Heerstraße ist überflutet.
 
Die Herpell-Schule wird im ehemaligen Gasthaus „Krone“ eröffnet. Die Schule hatte 10 Jahre Bestand.
 
1920
Am Nordportal des Banktunnels wurde das Gasthaus „Rheinlust“ zur Lichtspielbühne umgebaut.
 
In Biebernheim wird der Kapellenbauverein nach den Kriegswirren erneut ins Leben gerufen.
 
Das Finanzamt Sankt Goar zieht in das ehemalige Hotel „Lilie“ ein.
 
1922
Das Movius Hospital wird unter die Leitung des Diakonissen-Hauses Tannenhof geführt (heute Evangelische Stiftung Tannenhof).
 
1923
Werlau wird an das landesweite Stromnetz angeschlossen.
 
An der Kirche von Biebernheim wird ein kleiner Saal angebaut. Drüber bekam die Orgel ihren neuen Platz.
 
Im Jahr 1923 scheiterte der Versuch, eine „Rheinische Republik“ zu errichten.
 
1925
Die Burg Rheinfels geht in den Besitz der Stadt St. Goar über.
 
Die Lohgerberei Napp wird abgerissen. Dort entstand die neue Post.
 
1926
Hochwasser zum Jahresbeginn überflutet die Heerstraße.
 
Um den Jahreswechsel 26/27 muss die Provinzialstraße (heute B 9) am Bankeck wegen eines Felssturzes gesperrt werden.
 
1927
Werlau bekommt das erste Wasserwerk und die ersten Wasserleitungen mit Hochbehälter.
 
Um 1927 wird in Biebernheim das Gasthaus „Zum Rebstock“ unter diesem Namen bekannt gemacht. Die Ursprünge gehen allerdings auf die 30er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück.
 
1928
Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ fliegt im Oktober über St. Goar.
 
Der "Eiserne Gustav", ein Droschkenkutscher aus Berlin, kehrt am 17. Juli auf seiner Fahrt nach Paris im Hotel Hauser ein.
 
1929
Eisgang im Februar auf dem Mittelrhein. An der Loreley konnten die Anwohner zu Fuß weit auf den Strom gegen. Am Kammereck wurden die Eismassen gesprengt.
 
Der Lohbach tritt auf Grund der Schneeschmelze weit über seine Ufer.
 
In Werlau wird eine evangelische Schule eingeweiht.
 
Die Franzosen zogen ihre Soldaten vom Rhein ab.
 
1933
Bei der Reichstagswahl am 5.3.1933 geben im Kreisgebiet 88,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Von den 24.390 Stimmen entfallen 9.066 auf die NSDAP (37,2 %).
 
1934
Der Hansenorden lebt in St. Goar wieder auf. Er war im Mittelalter ein Zusammenschluss der Kaufleute.
 
Die Stollberger Zink AG übernimmt die Grube „Gute Hoffnung“.
 
1935
Die letzte Ziegelei in Biebernheim stellt den Betrieb ein.
 
1936
Das entmilitarisierte Rheinland wird von Hitler vertragswidrig besetzt.
 
Im Ortteil Fellen wird die B 9 als Umgehungsstraße im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme neu gebaut. Gleichzeitig wird das heutige Hotel "Landsknecht", damals "Neue Erholung", errichtet. Die Bauarbeiten ziehen sich bis in Jahr 1937 hin.
 
1937
Der Salm (Lachs) verschwindet aus dem Rhein. Der letzte Salmfänger wird an der Loreley abgewrackt.
 
Die Judengasse wird in Grebelgasse umbenannt. Grebel war Parlamentarier der katholischen Linken zur Zeit der Revolution von 1848/49 und Heimatforscher in St. Goar.
 
Der Bau der Werksiedlung der Grube „Gute Hoffnung“ im heutigen Stadtteil Fellen wird begonnen.
 
1938
Die Planungen für den Umzug des Finanzamtes innerhalb St. Goars beginnen.
 
Das Zweikaiserdenkmal in den Stadtanlagen wird zum Ausbau der Bundesstraße 9 abgetragen.
 
Das erste Motorschiff der Köln-Düsseldorfer (KD) läutet das Ende der Dampfschiffe in der Personenschifffahrt ein. Durch den Zweiten Weltkrieg wird die Entwicklung vorübergehend aufgehalten.
 
In Werlau werden die Fenster des jüdischen Betraumes eingeworfen. In St. Goar die Synagoge innen zerstört. Wegen der Nachbarhäuser wird kein Brand gelegt. Die jüdischen Männer werden in das KZ Dachau verschleppt.
 
1939
Eine Kriegsbrücke wird über den Rhein gebaut. Die Fahrbahn verläuft über zahlreiche Lastkähne. Die Brücke bestand bis Anfang 1945.
 
Das Finanzamt zieht in die Obernstraße 163 (heute Markt 4) um.
 
In St. Goar wird die B 9 als Umgehungsstraße neu gebaut. 1940 ist die Straße fertig.
 
Das Hotel „Landsknecht“ an der neuen Umgehungsstraße in Fellen wird fertig gestellt.
 
1940
Eine geschlossene Eisdecke an der Loreley.
 
Das Hotel Schneider, das neben dem Rathaus stand, wird zum Bau des Damms der B9 abgerissen.
 
1942
Erneuter Eiswinter: Eine geschlossene Eisdecke an der Loreley.
 
Vor dem Abtransport der St. Goarer Juden wurden sie vor dem Haus der Familie Mayer, Pumpengasse 114, zusammengeführt.
 
Die letzten jüdischen Einwohner von Werlau werden deportiert.
 
1945
Am 15. Januar wird der in St. Goar geborene Adolf Friedrich Graf von Schack als Beteiligter am Aufstand gegen Hitler hingerichtet.
 
Die Nazis versenken im Loreleyhafen die Fähre „Loreley IV“ und andere Schiffe.
 
Die Orte Perscheid und Damscheid kurz vor Oberwesel erreichten die Amerikaner am 17. März 1945. Wenig später wird St. Goar von den amerikanischen Truppen besetzt. Bei den Kämpfen im Stadtgebiet wurden 48 Einwohner St. Goars getötet. Durch Bombenangriffe wurde die Stadt zum Glück nur wenig getroffen. Allerdings wird eine Bahnunterführung zerstört.
 
Am 19. März hat die 3. US-Armee Koblenz eingenommen.
 
Am 25. März bauten amerikanische Pioniere ein Pontonbrücke bei St. Goar über den Rhein.
 
Anfang Juli geht die Besatzungsmacht an die Franzosen über.
 
1946
Eiswinter mit einer geschlossenen Eisdecke von der Loreley bis Bacharach.
 
1947
Der Staat Preußen wird durch den Alliierten Kontrollrat aufgelöst.
 
St. Goar wird Bestandteil des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
 
Zweimal friert der Rhein an der Loreley zu.
 
1949
Die durchgehende Schifffahrt zwischen Köln und Mainz kann wieder aufgenommen werden.
 
Die Erz-Verladung der Grube Prinzenstein in St. Goar-Fellen wird wieder aufgenommen.
 
1950
Die Entscheidung zum Ausbau der B 9 wird getroffen.
 
Die „Strompolizei“ wurde zur Wasserschutzpolizei. Eine der Polizei-Stationen befindet sich in am Hafen von St. Goar.
 
1953
Erneute Aktivitäten in Biebernheim zum Bau einer Kapelle.
 
1954
Auf 57 Kilometer friert der Rhein von Mainz bis zur Loreley zu.
 
Baubeginn der Kapelle an der Palzfelder Straße in Biebernheim.
 
1956
Die Bootsbauwerkstatt Jakob Schmidt und Söhne wird abgerissen.
 
Die Kapelle „Maria Regina Coeli“ wird in Biebernheim an der Pfalzfelder Straße eingeweiht.
 
Das Movius -Hosptial wird von den Tertiar-Carmeliterinnen von Luxemburg geleitet.
 
Im Winter friert der Rhein von auf einer Länge von 70 Kilometern zu. Es ist das letzte Mal, dass es eine geschlossene Eisdecke an der Loreley gibt.
 
1956/57
Am Bankeck wurden Häuser abgerissen. Das Weingut Ilges und die Oberförsterei fielen der Spitzhacke zum Opfer.
 
Das Movius-Hospital wird erweitert.
 
Die ersten Schubschiffe kommen auf dem Rhein zum Einsatz. Gemeinsam mit den Motorschiffen bereiten sie der Schleppschifffahrt ein schnelles Ende.
 
1958
Die Erzverladung am Rhein der Grube Prinzenstein in St. Goar-Fellen wird aufgegeben. Der Abbau der Grube wird auf der linken Rheinseite eingestellt.
 
In Oberwesel wird die neue B 9 als Umgehungsstraße am 20.12. eingeweiht.
 
1959
Die Fähre „Loreley V“ als erste Doppelendfähre nimmt den Betrieb auf. Fahrzeuge können auf die Fähre fahren und in gleicher Richtung wieder verlassen.
 
Vier neue Motorschiffe der Köln-Düsseldorfer lassen den Dampfschiffen kaum noch Chance.
 
1960
In der Nähe des Hexenturms wird ein Brandgrab aus der La-Téne-Zeit (4. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) gefunden.
 
 
1961
Der Bergbau am Prinzenstein (Grube Gute Hoffnung“) wird endgültig aufgegeben.
 
1962
Die Wandmalereien in der Stiftskirche wurden restauriert.
 
Das Gasthaus „Zur guten Quelle“ wird abgerissen. Auf dem Gelände wurde ab 1963 die Rheinfelshalle gebaut.
 
Auf der Schönburg in Oberwesel wird ein Kolpinghaus unter Beisein von Bundeskanzler Adenauer eingeweiht (15. August).
 
1963
Eisbrecher verhindern im Winter 1962/63 eine geschlossene Eisdecke an der Loreley.
 
Am 17. März muss wegen eines Felssturzes am Bankeck die B 9 gesperrt werden. Das Hotel "Schöne Aussicht" wäre fast von 80 Tonnen Gestein getroffen worden.
 
1964
Das Movius-Hospitals wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das neue Haus bekommt den Namen Sankt Goar Krankenhaus.
 
1965
Die erste Rheinfelshalle wird eröffnet.
 
Das Gewölbe der „Kapelle“ auf der Burg Rheinfels wird rekonstruiert.
 
Die Dechanei wird restauriert. Heute ist dort ein Gemeindezentrum untergebracht.
 
1967
Werlau bekommt eine Ortskanalisation.
 
1968
Der Musikverein St. Goar wird gegründet.
 
1969
Der Kreis St. Goar wird aufgelöst und dem neuen Rhein-Hunsrück-Kreis zugeordnet. Sitz der Kreisverwaltung wird Simmern.
 
Die Gemeinden Biebernheim und Werlau kommen zu St. Goar.
 
Bis in diesem Jahr wurde der Wein am Werlauer Hang des Gründelbachtals von der Werlauer Winzergenossenschaft vermarktet.
 
1970
Ein Hochwasser führt zu Schäden an zahlreichen Gebäuden.
 
St. Goar zählt mit 3.546 Bürgern die höchste Einwohnerzahl.
 
Das zwischen Heerstraße und Rheinufer gelegene Hotel „Westfalenfrieden“, ursprünglich ein Wirtshaus für Halfer (Männer, die mit ihren Pferden die Lastkähne treidelten), wird einer anderen Nutzung übergeben.
 
Der „Werlauer Pilz“, ein Aussichtspunkt am Rhein, wird erneuert.
 
1972
Die Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel wird gegründet. Sitz der Gemeindeverwaltung wird Oberwesel.
 
Die Betriebsprüfstelle des Finanzamt St. Goar wird aufgelöst. Die Aufgabe übernimmt das Amt in Simmern.
 
Das Rheingoldbad in Werlau wird eröffnet.
 
Bis 1972 wurde das Schulgebäude in Biebernheim von beiden Konfessionen genutzt.
 
1973
Einweihung des neuen Schloss-Hotels auf der Burg Rheinfels.
 
St. Goar schließt eine Städtepartnerschaft mit Chatillon-en-Bazois aus dem Departement Nievre in Frankreich (Burgund). Der Ort hat ca. 1000 Einwohner.
 
1978
Das Hotel „Lilie“ wird abgerissen.
 
Die Zehnthofanlage in Werlau aus dem 17. Jahrhundert wird abgerissen.
 
1979
Die Krankenhäuser in Oberwesel und St. Goar werden zu einem Verbundkrankenhaus zusammengelegt. Die Tertiar-Carmeliterinnen von Luxemburg übernehmen für beide Häuser die Betriebsführung.
 
1980
Die Stiftskirche wird außen renoviert.
 
1985
Der Verein „Heimatfreunde Werlau e.V.“ wird gegründet.
 
Die Krankenhäuser von Oberwesel und St. Goar werden von der Krankenhaus GmbH St. Goar-Oberwesel übernommen.
 
Das Puppen- und Bärenmuseum in der Sonnengasse wird eröffnet.
 
Der Kanzleiturm wird renoviert.
 
1987
Umfassende Umbaumaßnahmen im Krankenhaus von St. Goar beginnen. Sie werden 1992 abgeschlossen.
 
1988
Zum letzten Mal ist auf dem Rhein bei St. Goar ein Holzfloß zu sehen.
 
1990
Eine Gasleitung wird bis nach Werlau verlegt.
 
Das alte Wasserwerk in Werlau wird abgerissen.
 
1992
Ein Gedenkstein für die ehemaligen jüdischen Einwohner Werlaus wird am Kriegerdenkmal errichtet.
 
Im Mai wird das Richtfest für das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Rheinufer gefeiert.
 
Der Bahnübergang im Ortsteil Fellen wurde geschlossen und durch eine Brücke ersetzt.
 
1993
Die Signalstellen für die Rheinschifffahrt werden zentral von der Leitstelle in Oberwesel gesteuert.
 
1994/95
Bau der Brücke über die linke Rheinstrecke in Hirzenach. Damit wurde der Bahnübergang von der B 9 zur Ortsstraße ersetzt.
 
1996
Die Krankenhäuser in St. Goar und Oberwesel bekommen den Namen Loreley-Kliniken.
 
Der Hansenbecher von Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels aus dem Jahre 1683 wird aus dem Museum auf der Burg Rheinfels gestohlen.
 
1997
Die Wahrschauer am Bank- und Betteck werden nicht mehr gebraucht, da die überwachung des Schiffsverkehrs durch Radar verfolgt. Nur noch die Zentrale in Oberwesel ist mit einem Wahrschauer besetzt.
 
1998
In St. Goar wohnen 3.213 Einwohner.
 
2000
Hoffnung auf den Salm (Lachs) im Mittelrhein: Erste Lachse in der Sieg. Nur wenige Lachse konnten bisher den Rhein weiter aufwärts wandern.
 
2001
In St. Goar werden 3.147 Einwohner gezählt.
 
Im März und April kommt es zwischen Boppard und Oberwesel zu Bergrutschen. Die Deutsche Bahn gibt darauf hin eine umfangreiche Hangsicherung in Auftrag. Auch in St. Goar werden Stahlnetze an den gefährdeten Stellen gespannt.
 
2002
Im Juli des Jahres wurde das obere Mittelrheintal zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, nachdem am 27. Juni die positive Entscheidung in Budapest getroffen wurde.
 
200 Jahre deutsche Rheinromantik werden gefeiert.
 
Die Fähre „Loreley VI“ nimmt den Betrieb auf.
 
Die Gesellschaftsanteile der Loreley-Kliniken werden aufgeteilt. Die Stadt St. Goar hält 10 % der Anteile.
 
In Biebernheim wohnen ca. 1100 Einwohner.
 
2003
In St. Goar werden 3.128 Einwohner gezählt.
 
Die Kirche in Biebernheim bekommt einen neuen Wetterhahn.
 
2004
Die alte Grundschule wird nach Renovierung und Umbau als Rheinfels-Schule neu eröffnet.
 
2005
Der Schlossberg wird wieder mit Weinreben bepflanzt.
 
Der „Mühlenweg“ wird als neuer Themenweg angelegt.
 
Der Movius-Wanderweg wird für die Patienten der Loreley-Klinik in St. Goar angelegt.
 
Der Radweg an der B 9 von St. Goar-Fellen bis Hirzenach wird fertig gestellt und damit die letzte Lücke im Radweg zwischen Mainz und Koblenz geschlossen.
 
Die Diakonie in Bieberheim bekommt 270 Gemälde von Wilhelm Kuhn, dem verstorbenen Bieberheimer Maler, aus dessen Nachlass geschenkt.
 
2006
Die Eskarpierung im Reusche Park wird restauriert.
 
Die Rheinfelshalle wurde am 27. Dezember 2006 abgerissen.
 
2007
Der Bau der neuen Rheinfeldhalle beginnt.
 
Die Stadt St. Goar hat 2.905 Einwohner.
 
2008
Der Eiserturm und das gesamte Umfeld wird von Bäumen und Sträuchern befreit.
 
Die neue Rheinfelshalle wird eingeweiht.
 
2010
Die UNESCO hat keine gravierenden Bedenken gegen eine neue Rheinbrücke bei St. Goar und damit mitten im Weltkulturerbe.
 
Ein neuer Eisbrecher wird in St. Goar stationiert. Die „Wirbeley“ wurde in Sachsen-Anhalt gebaut und über Ost- und Nordsee nach St. Goar gebracht werden.
 
In der katholischen Pfarrkirche schmückt der restaurierte neugotische Hochaltar mit seinen Tafelgemälden wieder das Gotteshaus.
 
2011
Am 10. Januar musste der Fährbetrieb wegen Hochwasser eingestellt werden. Nur noch Personen können mit dem Schiff „Felix“ übergesetzt werden.
 
Am 13. Januar sinkt das mit Schwefelsäure beladene Tankschiff "Waldhof" bei St. Goar. Es bleibt kieloben bei Stromkilometer 555 in der Fahrrinne liegen. Zwei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
 
Bei der Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz kommt es landesweit zu folgenden Ergebnis: SPD = 35,7%, CDU = 35,2%, Die Grünen = 15,4%, Sonstige = 13,6%.
Für den Wahlreis Sankt Goar-Oberwesel gab es folgendes Ergebnis: SPD = 32,9%, CDU = 45,6%, Die Grünen = 11,8%, Sonstige = 9,8%.
 
Ein Erdbeben löst in St. Goar-Fellen einen großen Felsblock aus einem Berghang.
 
Am 23. Juni wird das Stellwerk im Bahnhof von St. Goar durch einen Kabelbrand zerstört.
 
Am 24. August bekommt die Feuerwehr ein neues Mehrzweckboot übergeben.
 
Ein IC entgleist am 11. September zwischen St. Goar und Werlau, nachdem Geröll aus einem Berghang die Gleise verschüttet hat.
 
Im Oktober findet die erste Nachtwächterführung statt.
 
Ein Platz an der Rheinpromenade wird nach William Turner benannt.
 
Der Marienaltar in der katholischen Pfarrkirche ist nach der Restauration wieder aufgebaut und zu bewundern.
 
2012
Im Januar beginnt der Neubau der Eisenbahnbrücke über die Straße "Schlossberg".
 
Das Finanzamt als Außenstelle von Koblenz bleibt der Stadt erhalten.
 
In Werlau wird ein Platz nach dem Maler Peter Paul Müller-Werlau benannt.
 
Am Hafen "Hunt" bildet eine neu errichtet Stele den Rheinverlauf südlich von Koblenz am "R(h)ein-Blick" ab.
 
Das Kfz-Kennzeichen "GOA" wird wieder zugelassen.
 
2013
Weitere Rebflächen im Gründelbachtal werden rekultiviert.
 
Die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Marktplatzes beginnen im Rahmen einer groß angelegten Stadterneuerung.
 
Anfang Juni setzt ein hoher Rheinpegel die Heerstraße unter Wasser.
 
2014
Bis Ende März ist die Brücke über den Halsgraben der Burg Rheinfels erneuert worden.
 
Am 6. April kann der Marktplatz nach umfänglichen Bauarbeiten entlang der B 9 neu gestaltet der Bestimmung übergeben werden. Vor dem Hotel " Zum goldenen Löwen" wird ebenfalls der "Kleine Löwenplatz" neu gestaltet eröffnet.
 
Vom 24. bis 28. Mai fand die Sonderausstellung "Reiseweg Rhein - Schiene, Straße, Wasserstraße" im Kurhaus Oberwesel statt.
 
Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai wird Horst Vogt zum neuen Stadtbürgermeister gewählt.
 
Horst Vogt wird als Nachfolger des Stadtbürgermeisters Walter Mallmann am 2. Juni in sein Amt eingeführt.
 
Am Rheinufer werden nach dem Umbau der B 9 neue Bäume gepflanzt.
 
Neue Radweg-Führung am Feuerwehr-Gerätehaus.
 
2015
An der ehemaligen Panzerrampe werden Treppenstufen angelegt. Damit schreitet die Umgestaltung des Uferbereichs zwischen Hafen und ehemaliger Panzerrampe weiter voran.
 
Hinweis:
 
Das Buch „Geschichte der Stadt St. Goar“ aus dem Jahr 1848 von Alexander Grebel ist im Internet zu finden.
Hier der Link: books.google.de/books
 
Letzte Änderungen auf dieser Seite am 28.05.2017.
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