Straßenfahrzeuge Epoche IVa 1969 - 1977

Die neuen Straßenfahrzeuge zwischen 1969 und 1977

Die Einteilung hat rein praktische Gründe. Sie hat nichts mit der Epocheneinteilung bei der Eisenbahn zu tun.

Durch klicken kommen Sie auf das gewünschte Jahr: 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976 und 1977.

1969 neu auf den Straßen

 

Honda CB 750 Four

Die Maschine war in technischer Hinsicht ein Meilenstein. Der Vier-Zylinder-Viertaktmotor mit oben liegender Nockenwelle leistet 67 PS bei einem Hubraum von 736 ccm. Fünfganggetriebe, Elektrostarter und Scheibenbremsen zeichneten das Modell aus. Die Maschine konnte in wichtigen Rennen überzeugen.

Modell Noch Nr. 16440

 

Renault R 12 TL

Das passt aber zusammen wie die Faust aufs Auge. Herr Wallmann hat seinen Anzug nach der Farbe seines neuen Autos ausgesucht. Im Dienst hat Herr Wallmann eine Uniform der Bundeswehr an, denn er ist Offizier in Koblenz, einem der größten Standorte in der damaligen Bundesrepublik. Jetzt ist er auf dem Weg zu seinen Eltern in Bad Kreuznach. Auch sein Vater war Offizier. Allerdings bei der Wehrmacht. Hoffen wir, dass Herr Wallmann nicht allen Traditionen folgt.

Der Renault R 12 kam 1969 auf den Markt. Seine Konstruktion war auf der Höhe der Zeit. Mit dem R 12 ging Renault erstmals zum Frontantrieb über. Die Modelle R 8 und R 16 sollten durch den R 12 abgelöst werden. Der R 12 hatte einen 4-Zylinder-Reihenmotor mit 1289 ccm und einer Leistung von 54 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 140 km/h. Bis 1975 wurden über vier Millionen Stück gefertigt. In Rumänien ging der Fahrzeugbau in Lizenz sogar noch weiter.

Modell Brekina Nr. 14501

 

Dacia 1300

Sehr selten, wenn überhaupt, wird ein Dacia am Rhein zu sehen gewesen sein. Hier hat sich ein rumänisches Ehepaar deutscher Abstammung den Wagen aus der ehemaligen Heimat in auf verschlungenen Wegen besorgt. Mit  dem Freikauf von Rumänendeutschen durch die deutsche Bundesregierung wurde 1967 begonnen. Über 200.000 Menschen durften bis zu Wende durch Zahlungen der Bundesregierung ausreisen. Dafür sollen umgerechnet rund 500.000 Euro an den Staat des Diktators Nicolae Ceausescu geflossen sein. Am 25. Dezember 1989 fand der Despot ein unrühmliches Ende.

Der Renault R 12 wurde in Lizenz auch in Rumänien gebaut. Dort wurde er von 1969 bis in das Jahr 2004 produziert. Der Dacia 1300 hatte einen 4-Zylinder-Reihenmotor mit 1289 ccm und einer Leistung von 54 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 140 km/h. Die erste Variante lief bis 1979 vom Band. Der Wagen wurde 1983 und 1989 weiter verbessert. Bis 2004 wurden fast zwei Millionen Stück in Rumänien gefertigt. Er galt als rumänischer "Volkswagen".

 

Das Modell habe ich am 11. Juli 2013 im ältesten Spielwarengeschäft Deutschland in Torgau gekauft. Dabei wurde ich von Ingo Loebner bedient, der in der 11ten Generation das Spielwarengeschäft führt. Seit 1685 gibt es für Kinder dort etwas zu kaufen. Seit 1780 in der Bäckerstraße, unweit des Marktplatzes.

Modell Brekina Nr. 14514


VW 411 Variant

Der VW 411 mit den zunächst großen ovalen Scheinwerfern wurde ab 1968 bis August 1972 gebaut und intern als Typ 4 bezeichnet (siehe Polizei-Modell 1968). In der Werbung wurde der 411 als „Der Große aus Wolfsburg“ bezeichnet. Die Konstruktionsmerkmale des VW Käfers mit dem hinten liegenden Motor und dem Kofferraum vorne übernommen. Die Mittelklasse-Limousine lief bis 1974 vom Band, wurde nach einem Facelifting allerdings als VW 412 (1972 bis Mai 1974) bezeichnet. Der 412 unterschied sich vom 411 vor Allem durch eine neue Frontpartie. Die ovalen Scheinwerfer (Glupschaugen) des VW 411 wurden schnell durch Doppelscheinwerfer - wie beim Modell - ersetzt. Den VW 411 Variant gab es ab August 1969 bis 1972. Der Variant hatte gleich runde Doppelscheinwerfer mit Halogenlampen. Der 1,7 Liter Einspritzer-Ottomotor mit 59 kW (80 PS) löste den Motor mit Vergaser ab, der 50 kW (68 PS) leistet.

Es wurden über 350.000 Wagen vom Typ 4 gebaut. Heute gibt es nur noch wenige Exemplare vom 411/412, da die Karosserie sehr rostanfällig war.

Modell Wiking Nr. 022449

 

Ford Capri

Der junge Mann aus Köln hat sich seinen Traum erfüllt. Das brandneue Coupé von Ford ist sein ganzer Stolz. Er hat es besonders günstig bekommen, denn schließlich arbeitet er am Band der Ford-Werke in Köln. Die erste längere Probefahrt am sonnigen Wochenende nutzt er aus, um seinen Freund in Bingen zu besuchen. Irgend etwas hat er auf der Motorhaube entdeckt. Da die Sonne blendet, schützt er die Augen vor den kräftigen Strahlen, um einen möglichen Schaden oder Schmutzflecken besser erkennen zu können.

Die Neuentwicklung von Ford schlug bei den Kunden sehr gut ein. Er wurde von sportlich ambitionierten Fahrerinnen und Fahrern ebenso gekauft wie von modernen Familien. Der Vierzylinder-V-Motor mit 1288 ccm leistete in der ersten Ausführung 50 PS. Bei 133 km/h war Schluss mit einer weiteren Beschleunigung. Natürlich gab es den Capri auch mit einer stärkeren Autorisierung. 16 Jahre blieb der Capri im Ford-Typenprogramm.

Modell Wiking

 

In Bingen angekommen, inspiziert sein Freund ausgiebig den Wagen des Kumpels im Innenhof einer kleinen Fabrik.

Ford Capri

 

Fiat 124 Spider Typ BS1

Eine weite Anreise hat Frau Hallgruber mit ihrer Freundin und dessen Kind hinter sich. Sie kamen vor wenigen Tagen von Nürnberg an den Mittelrhein, um sich in Boppard zu erholen. Jetzt sind sie mit dem Fiat Spider auf einem Ausflug nach Oberwesel unterwegs.

Der Spider wurde von Mitte 1966 bis Sommer 1985 bei Fiat und Pininfarina gebaut. 1969 und 1972 erfolgte eine Überarbeitung des Modells. Der Typ AS wurde von 1966 bis 1969 gebaut. Danach der BS1 ab 1969. Die erste Version hatte das Fiat-Emblem vorne auf der Motorhaube. Der B1 hatte das Emblem im wabenförmigen Kühlergrill. Die Motorhaube ist glatt und hat keine Höcker. Der Kühlergrill hatte waagerechte Lamellen. Der Motor mit einem Hubraum von 1438 ccm und 66 kW Leistung kam vom Fiat 124. Vom Spider wurden insgesamt knapp 200.000 Stück gebaut. Vom AS/BS-Typ ca. 32.000 Stück.

Das Modell von Herpa gibt den Fiat 124 Spider Typ BS1 1600 wieder. Die Felgen und die Rückleuchten sind leider falsch wieder gegeben.

Modell Herpa Nr. 022354

Opel Kapitän B

Der Opel Kapitän gehört in die Oberklassen-Fahrzeuggruppe mit Admiral und Diplomat aus dem Jahr 1969. Der Kapitän war dabei der schwächste Wagen. Wohl auch deshalb wurde er bereits 1970 aus dem Programm genommen. Mit ihm verschwand der traditionsreiche Name "Kapitän", der 1938 eingeführt wurde.

Der Sechszylinder-Motor des Kapitän hatte 2784 ccm Hubraum und je nach Vergasertyp zwischen 95 kW (129 PS) und 107 kW (145 PS). 170 km/h und mehr, bei entsprechend höherer Motorleistung, lag die Höchstgeschwindigkeit. Bei den drei Modellen, die sich in Ausstattung und Leistung unterschieden, handelt es sich aus heutiger Sicht betrachtet wohl um unterschätzte Wagen. Ein sehr gut erhaltener Kapitän kostet heute etwa 15.000 Euro.

Mit der Produktionseinstellung des Diplomat im Jahr 1977 verabschiedete sich Opel aus dem Oberklassen-Segment. Zuletzt waren die Verkaufszahlen drastisch gesunken, wozu neben der Konkurrenz von Mercedes und BMW auch die Ölkrise beitrug. Immerhin nahm der Motor auf 100 Kilometer 16 Liter Kraftstoff auf.

Modell Brekina Nr. 20708

 

Opel Admiral B

1969 bis 1976 gebaut. Er wurde als Oberklassen-Wagen zusammen mit dem Kapitän und Diplomat angeboten. Er lang dabei leistungsmäßig zwischen den beiden anderen Typen.

Der Admiral B stellte wie der Vorgänger die mittlere Ausstattungslinie der KAD B-Reihe dar. Auch ihn gab es nun mit der Benzineinspritzung D-Jetronic von Bosch, der aus 2,8 Litern Hubraum 165 PS leistete.

Im September 1972 erfolgten beim Admiral einige Retuschen am Kühlergrill mit waagerechten Rippen und Opel-Emblem. Im April 1976 wurde das Armaturenbrett überarbeitet (mit blendfreien Instrumenten, Vierspeichen-Lenkrad und geänderter Schalteranordnung).

Der Admiral blieb als 2,8 S und 2,8 E mit Automatikgetriebe und Servolenkung bis Juli 1976 im Programm, wurde von da an aber in Diplomat umbenannt.

Modell Brekina Nr. 20722

Ford 26M (P7b)

Aus München hat es einen Geschäftsmann an den Mittelrhein verschlagen. Der große Ford machte durch seine komfortable Ausstattung auch eine lange Autofahrt einigermaßen angenehm. Einem Fahrer auf der anderen Straßenseite gibt der Mann wohl einen Hinweis zur Fahrtrichtung.

Der ab November 1969 lieferbare Ford 26M mit luxuriöser Ausstattung und dem auf 2,6 Liter Hubraum vergrößerten V6-Reihenmotor mit 125 PS (92 kW) war als Spitzen-Modell in der oberen Mittelklasse positioniert. Der 26M war äußerlich an seinem runden Doppelscheinwerferpaar, einem Kühlergrill mit neun breiten Streben und erhabenen Chromradkappen zu erkennen. Ein Heckklappenemblem mit einer rot hervorgehobenen "26" sowie eine durchgängige Doppelrohr-Auspuffanlage war das Erkennungszeichen in der Heckansicht. Der 26M war häufig mit einem Automatikgetriebe ausgerüstet, Schaltgetriebe wurden eher selten eingebaut. Eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h war zu erreichen.

Die Ford 20M und 26M wurden Anfang 1972 vom Ford Granada abgelöst.

Modell Brekina Nr. 19444 

 

VW-Porsche 914

Hier sehen wir Heinz, der mit seinem noch recht neuen Schlitten von Köln noch Mainz unterwegs ist. Er hat den 914 zwar schon ein paar Monate, doch kann er sich immer noch nicht satt sehen an dem Design. Oder hat er vielleicht auf der Windschutzscheibe eine Macke entdeckt?

VW-Porsche 914

 

Heute ganz aktuell: Porsche und Volkswagen gehören zusammen. Auch wenn Herr Wendelin Wiedeking sich das mal ganz anders vorgestellt hatte.

1969 gab es beim „Volksporsche“ schon einmal eine Zusammenarbeit. Sozusagen der Größte mit dem Kleinsten. Jedoch gab es noch vor der Serienfertigung Streit zwischen den Managern über Rechte an der Karosserie.

Der 914 hatte einen Mittelmotor, der vom VW 411 übernommen wurde und 80 PS leistete. Der Vierzylinder mit 1679 ccm konnte den Wagen bis auf 186,5 km/h beschleunigen. Bis 1975 wurden rund 120.000 Stück produziert. Die Kooperation wurde nach dem Ende der Produktion durch Porsche abgebrochen. Ein echter Porsche-Fan konnte sich übrigens mit dem Volksporsche nicht abfinden.

Modell Wiking 0792 02 28

VW-Porsche 914

 

Chevrolet Corvette C3 Cabriolet

Der Chevrolet Corvette C3 wurde von 1967 bis 1982 gebaut. Es gab in der Cabrio- und Coupé-Variante. Die neue Form wurde als Cola-Flaschen-Form bezeichnet.

Der Wagen hatte einen Achtzylinder-Ottomotor in V-Form mit 6974 ccm Hubraum. Es gab in auch mit bis zu 7,4 Liter Hubraum. Die Leistung lag zwischen 121 (165 PS) und 320 kW (435 PS). Mit einem 395 PS-Motor konnte die Geschwindigkeit von 237 km/h erreicht werden. In 7,3 Sekunden beschleunigte der C3 in der Variante von 0 auf 100 km/h. Die Außenhaus bestand - wie beim Vorgängermodell C2 - aus Kunststoff. Der C3 hatte serienmäßig Scheibenbremsen. 543.000 Stück vom Typ C3 wurden gebaut.

Von 1969 bis 1976 tauchte auf dem vorderen Kotflügel der „Stingray“-Schriftzug auf, allerdings in einem Wort, im Gegensatz zur C2, bei der die Bezeichnung als „Sting Ray“ geschrieben wurde. Das Modell trägt diesen Schriftzug.

Modell Brekina Nr. 19971

 

Der Stingray am Mittelrhein

Mercedes-Benz 280 SE 3.5 W111

Das Cabriolet hatte einen V8-Otto-Motor mit 3499 ccm Hubraum. Mit einer Leistung von 147 kW (200 PS) konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h erreicht werden. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wurde mit 9 Sekunden angegeben. Dabei lag der Durchschnittsverbrauch bei 14,5 Litern auf 100 Kilometer. Nur von November 1969 bis Juli 1971 stellte Mercedes den Wagen in 1.232 Exemplaren her. Das Coupé brachte es auf 3270 Exemplare. Beide hatten eine elektronische Einspritzanlage von Bosch (D-Jetronic). Das Cabriolet der Spitzenklasse kostete damals 30.636 DM. Heute sind durchaus zwischen 60.000 und 120.000 Euro für den Oldtimer zu zahlen.

Der W111 wird auch als "Dreifünfer" bezeichnet. Er gehört zu den sogenannten "Flachkühlern", die den Wagen von den Vorgängermodellen unterschied. Die Wagen vor dem Facelift sind daher die "Hochkühler". Cabrio und Coupé des 280 SE 3.5 stellten den Höhepunkt der viersitzigen Oberklasse-Wagen (ab 1972 als S-Klasse bezeichnet) von Mercedes dar. Die Masse der luxuriösen Fahrzeuge wurde übrigens in die USA verkauft.

Modell Brekina Nr. 21003


Bei dem Modell lässt sich die Motorhaube öffnen

Der Besitzer des 280 SE hat einen Pannendienst kommen lassen

 

VW 181 Bundeswehr Kurierwagen offen

Die Bundeswehr beschaffte vom VW 181 stolze 12.275 Stück. Der 1,5-Liter-Motor leistete 44 PS. Damit kam der Wagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Bis 1979 wurde der VW 181 gebaut.

Modell 4MFOR-Märklin Nr. 18705

VW 181 Bundeswehr Kurierwagen offen

 

VW 181 Bundeswehr Kurierwagen

Modell 4MFOR-Märklin Nr. 46957 (Set mit Rundenwagen)

VW 181 Bundeswehr Kurierwagen

 

VW 181 Kübelwagen THW

Modell Schuco 25615

VW 181 Kübelwagen THW

 

HHF-Laster F 55 der DB

Hanomag-Henschel-Fahrzeugbau (HHF)

Der Lastwagen der Deutschen Bundesbahn soll Ladung im Güterbereich von St. Goar aufnehmen. Noch ist der Güterwagen nicht eingetroffen. So wartet der Fahrer gelangweilt neben seinem Fahrzeug. Damit er bei dem schönen Wetter nicht stehen muss, hat er sich eine leere Tonne geschnappt und lässt sich so im sitzen seinen mitgebrachten Kaffee schmecken.

1967 hatte Hanomag den F 55 auf den Markt gebracht. Der Leichtlastwagen war in seiner Form modern und besaß eine leistungsfähige Technik. Der Wirbelkammer-Dieselmotor mit 3142 ccm hatte eine Leistung von 80 PS. Die gesamte F-Reihe deckte einen Gesamtgewichtsbereich von 4,5 bis 8,5 Tonnen ab. 1968 fusionierte Hanomag mit Henschel (HHF). Ein Jahr später war auch mit dieser Firma Schluss. Sie wurde von Daimler-Benz übernommen, der 1974 das F-Programm auslaufen ließ.

Das Modell entspricht der Bauzeit ab dem Jahr 1969.

Modell Brekina Nr. 37503

HHF-Laster F 55

 

Weitere neue Fahrzeuge 1969:

Alfa Romeo Junior Zagato
Aston Martin DBS V8
Chevrolet Blazer
Citroen ID 20
Datsun 240 Z
Fiat 128
Ford Escort RS
Lancia Flavia Coupé 2000
Mercedes-Benz 300 SEL 3,5
Triumph TR 6
 

1970 neue auf den Straßen

 

Zündapp KS 50

Um schneller ab 16 Jahren unterwegs zu sein, waren Kleinkrafträder der Führerscheinklasse IV sehr beliebt. Ab 1970 konnte ich eine Herkules mein Eigen nennen.

Bereits ab 1962 wurde die Zündapp KS 50 gebaut. Wann genau das Vorbild des Noch-Modells unterwegs war, konnte ich zunächst nicht ermitteln. Jedoch hatten zu meiner Zeit die Räder noch Speichen. Daher habe ich die Zündapp KS 50 in das Jahr 1970 verortet. Durch die Informationen aus dem Mittelrhein-Forum bekam ich den Hinweis, es müsse sich um eine Zündapp KS 50 517-06 L7 oder KS 50 Sport 517-06 L5 aus den Baujahr 1968-70 handeln.

Der Einzylinder-Motor mit 50 ccm Hubraum leistete 5,3 PS (4 kW) bei einer Drehzahl von 7500 Umdrehungen pro Minute. Damit konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erreicht werden. Das Leergewicht der Maschine lag bei 84 Kilogramm. 1984 wurde die Produktion der Züdapp KS 50 eingestellt.

Die Lackierung des Noch-Modells soll allerdings nicht original sein. Die Kotflügel müssten in Mopedfarbe lackiert sein. Die Nachfolger mit verchromten Schutzblechen hatten eine andere Tankform.

Modell Noch Nr. 16410

Citroen 2 CV 6

Mit der legendären Ente ist ein Student mit seine beiden Kommilitoninnen zu einem Ausflug an den Rhein gefahren. Es sieht ganz so aus, als ob sie zur linksintellektuelle Szene gehören. Warum die Drei trotz des schönen Wetters das Dach nicht geöffnet haben, bleibt im Unklaren. Vielleicht haben die Damen keine Lust, die langen Haare nach der Fahrt zu kämmen. Was mag aus ihnen wohl geworden sein? Staatssekretär, Professorin und Rechtsanwältin vielleicht? Auch ein Absturz in Drogenmilieu ist denkbar. Auf jeden Fall werden alle gerne an die Fahrt zurück denken, denn eine Fahrt mit der Ente war im Sommer immer schön.

Die Ente war ein überaus erfolgreiches Auto. Von 1949 bis 1990 wurde sie produziert. In Deutschland war die Ente besonders in den wilden 70er und 80er Jahren beliebt. Der Citroen 2 CV 6 hatte 602 ccm Hubraum. Der Motor leistete 29 PS. Damit schaffte der „2 CV 6“ etwas über 110 km/h.

Modell Herpa

Citroen 2 CV 6

 

Eine Variante mit offenem Verdeck

VW 1302 Cabriolet

Während im Vordergrund ein Angler einen dicken Fisch aus dem noch sehr sauberen Rhein gezogen hat, ist ein junges Paar mit dem schicken Cabriolet Richtung Oberwesel unterwegs. In dem Wagen haben sie sicher neidische Blicke auf sich gezogen.

Ein äußerst interessantes Fahrzeug kam aus Osnabrück (Karmann-Werk) und stand für den Wohlstand der Mittelschicht in den 50er Jahren. Ab 1949 wurde die offene Käfer-Version gebaut. Dabei erhöhte sich die Leistung der Motoren im Lauf der Zeit. Zunächst waren es aber nur 25 PS-Boxermotoren, die das Cabriolet mal gerade auf 105 km/h Spitzengeschwindigkeit brachten.

Im Lauf der Zeit kamen weitere Cabrios von VW auf den Markt. Der Typ 1302 wurde von 1970 bis 1972 gebaut. Der Motor mit einem Hubraum von 1584 ccm leistete 37 kW (50 PS). Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 130 km/h angegeben. Der Verdeck-Mechanismus wurde verändert, um die Höhe und Länge des zusammengeklappten Verdecks zu verringern.

Das Modell von Wiking ist als VW 1303 am Wagenboden beschriftet. Jedoch passt insbesondere die Windschutzscheibe nicht zum Typ 1303. Ebenso sind die Blinker auf dem Kotflügel beim 1303 in der Stoßstange untergebracht. Insgesamt ist das Modell nicht stimmig.

Modell Wiking

Ein weiteres Modell des VW Käfers 1302 Cabrio ist auch nicht so ganz dem Vorbild entsprechend.

Modell AMW Nr. 0020

Ein voll besetztes Cabrio am Rhein

Lada 1200/Schiguli 2101

Vor einem Wirtshaus in St. Goar steht ein Auto, das von weit her gekommen ist, zumindest was die Produktion angeht. Sozusagen von der Wolga an den Rhein. Der Besitzer hat es sich wohl gerade ordentlich schmecken lassen. Der Bauchumfang lässt zumindest auf guten Appetit schließen. So wie es aussieht, wartet er noch auf seine Begleitung, um die Fahrt am Mittelrhein fort zu setzten.

Der Lada 1200 wurde in der russischen Stadt Togliatti gebaut. 120 000 Arbeiter sollen dort einmal beschäftigt gewesen sein. Der Wagen, ein Fiat 124, wurde in Lizenz gebaut. Der Vierzylinder-Motor mit 1198 Kubikzentimeter leistete 63 PS. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 151 km/h angegeben.

Modell Busch 50100

Lada 1200/Schiguli 2101

 

Opel Ascona A

Von 1970 bis 1975 wurde der Nachfolger des Opel Olympia A in Bochum gebaut. Der Mittelklassewagen brachte es auf eine Produktionszahl von rund 670.000 Stück. Er war sofort als Zwei- und Viertürer zu bekommen. Der Kombi lief als luxuriöse Variante „Voyage“vom Band (siehe weiter unten). Mit dem 1,2-Lietr-Motor (1196 ccm) hatte der Ascona eine Leistung von 60 PS (44 kW). Damit schaffte er eine Spitzengeschwindigkeit von 137 km/h. Die stärkere Variante mit 1897 ccm Hubraum und 66 kW Leistung (90 PS) schaffte 155 km/h. 1973 bekam der Opel Ascona sein erstes Facelifting.

Modell Brekina 20371

Opel Ascona A

 

Opel Ascona A Taxi

Modell Brekina Nr. 20378

Opel Ascona Voyage

Der Prokurist Klaus Kran ist kommt. Er leitet das kleine Unternehmen und ist bei seinen Mitarbeitern „sehr“ beliebt, weil er sich für etwas Besseres hält. Hier hat er gerade seinen Lagerarbeiter aus dem Betrieb geholt und ihn wütend auf das falsch abgestellt Motorrad angesprochen. Dabei war durchaus noch Platz auf dem Hof für den Firmenwagen. Der ältere Arbeiter wird für sein Krad einen neuen Platz finden und sich seinen Teil denken.

Den Ascona A gab es auch als Kombi. Der Voyage war davon die Luxusausführung mit seitlicher Holzdeko-Folie. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1196 ccm hatte in der schwächsten Variante 60 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 135 km/h.

Modell Herpa

Opel Ascona Voyage

 

Opel Manta A

Der erste Manta wurde von September 1970 bis 1975 gebaut. Sein Nachfolger, der Manta B, lief bis 1988 vom Band. Der Wagen sollte dem Ford Capri Konkurrenz machen.

Der Manta A wurde zunächst mit Motoren von 68 PS über 80 PS bis 90 PS angeboten. Die beiden ersten Leistungsklassen hatten einen Hubraum von 1,6 Litern. Der 90 PS-Motor hatte 1,9 Liter Hubraum. Vom Manta A wurden rund 500.000 Stück produziert. Bis 1988 liefen insgesamt über 1. Million Wagen vom Band. Anfang 2013 waren in Deutschland noch fast 3.800 Mantas zugelassen.

Modell Wiking

VW K 70

Der K 70 war das erste VW-Modell mit vorne liegendem Reihenmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung. Es wurde noch bei NSU entwickelt. Lange war unklar, ob das Modell überhaupt gebaut werden sollte. Schließlich wurde es aber doch im Werk Salzgitter produziert. Immerhin liefen dort über 210.000 Stück vom Band. Nachdem der K 70 im März 1969 in Genf der Öffentlichkeit präsentiert wurde, lief die Serienproduktion 1970 an. Zunächst hatte der Wagen einen 1,6-Liter-Motor mit 55 kW (75 PS). Oder 66 kW (90 PS). Ab 1973 war ein 1,8-Liter-Motor mit 74 kW (100 PS) zu bekommen. 1975 wurde die Produktion eingestellt. Der K 70 hatte bei VW kein Nachfolgemodell mehr.

Modell Wiking 0799 21 24

VW K 70

 

Ford Taunus 1600 TC

Lieber würde Detlef jetzt mit dem Ford eine Runde durch Koblenz drehen. In St. Goar kann er nicht so viele junge Mädchen mit dem Auto imponieren - meint er. Papa hat ihm jedoch zunächst aufgetragen, den Mülleimer von der Straße zu holen. Für den kräftigen Kerl kein Problem. Gerne macht er es trotzdem nicht. Da Papa immer mal wieder Benzingeld zückt, macht er kein langes Theater und gehorcht. Wie lange wohl noch?

Der so genannte „Knudsen-Taunus“ verdankt seinen Namen dem auffälligen Bug. Der damalige Ford-Chef Knudsen wird nachgesagt, die Form durchgesetzt zu haben. Der Ford Taunus TC hatte anfänglich einige „Kinderkrankheiten“ zu überwinden.

Der 1600 hatte 68 PS. Es gab auch Varianten mit 88 PS. über 140 km/h wurden als Höchstgeschwindigkeit erreicht. Ein Zahnriemen trieb die Nockenwelle beim neu entwickelten Motor an. Bis 1975 baute Ford den Wagen, wobei die Produktion bei über eine Million lag. Ab 1976 folgte eine überarbeitete zweite Serie des Taunus.

Modell Herpa 23399

Ford Taunus 1600

 

 

 

 

Audi 100 Coupé S

1969 wurde der Audi 100 Coupé S auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Von 1970 bis 1976 erfolgte der Verkauf des sportlichen Modells. Es erinnert etwas an einen Maserati aus den 70er Jahren. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1871 ccm Hubraum leistet 82 kW (112 PS). Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h zu erreichen. Der Verbrauch lag etwa bei 12 Liter Kraftstoff auf 100 km. Über 30.000 Stück wurden verkauft. 1970 kostet der Wagen rund 14.000 DM. Eine Folgemodell gab es nicht. Heute kostet ein gut erhaltenes Coupé 25.000 Euro.

Modell Herpa Nr. 023702

 

Das Coupé kam bei den Käufern gut an

Chevrolet Camaro Z28

Der amerikanische Offizier als Fan von sehr schnellen Wagen, hat sich einen Camaro zugelegt. Auf seiner ersten Ausfahrt macht er Halt am Rhein. Der Fahrer kann sich gar nicht satt sehen an dem gewaltigen Kühlergrill des Autos.

Der Camaro der zweiten Generation kam 1970 heraus und wurde bis 1974 gebaut. Danach folgten weitere Varianten. Das erste Model war 1967 erschienen. Der Z28 mit 5733 ccm Hubraum war eines der Spitzenmodelle des Camaro. Die sechs Zylinder leisteten ca. 360 SAE-PS. Die Geschwindigkeitsmarke 200 km/h dürfte der Wagen locker geschafft haben. Chevrolet konnte immerhin rund 150.000 Stück der Camaro absetzten.

Modell Brekina Nr. 19904

Chevrolet Camaro Z28

Mercedes C111 Version II

Der C 111 war ein Versuchsträger für verschiedene Motoren und Fahrzeugtechniken. Die Version II aus dem Jahr 1970 hatte den Mercedes-Stern ganz vorne auf der Motorhaube. Darin unterscheiden sich die Versionen, denn bei der Version I war der Stern weiter zum Mitte der Motorhaube angebracht. Zunächst war der C111 Version II mit einem Wankelmotor ausgestattet, der eine Leistung von 275 kW (350 PS) hatte. Damit konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 290 km/h erreicht werden. Nach der Ölkrise wurde der Wagen umgerüstet. Voran steckte ein Fünf-Zylinder-Turbodieselmotor mit 140 kW und drei Liter Hubraum unter der Motorhaube. Die Karosserie bestand aus glasfaserverstärkten Kunststoff. Die Lackierung war orangemetallic ausgeführt. Eine weitere Besonderheit waren die Flügeltüren bei C 111. Von einer Serienfertigung hat Mercedes abgesehen. Insgesamt wurden 13 Stück C111 gebaut. Davon sechs Wagen der Version II. Insgesamt 7 C111-Autos stehen im Mercedes-Benz-Museum. 

Modell Wiking

Tabbert Wohnwagen

Der Karosseriebauer Alfred Tabbert gründete 1934 in Schweinfurt sein erstes Unternehmen in seiner erlehrten Branche. 1953 stieg er mit seinem ersten Wohnwagen in den Markt ein Dabei kamen ihm die Erfahrungen im Bau von Möbeln und landwirtschaftlichen Einachsanhängern zu Gute, mit denen er nach dem Zweiten Weltkrieg unternehmerisch gestartet war. 1955/56 erfolgte der Serienbau des "IDEAL"-Wohnwagens. Ab 1963 waren die Tabbert-Wohnwagen an einer typischen "Nase" zu erkennen. Bis Ende der 60er Jahre wurden schon 25.000Stück der Wohnwagen verkauft. Heute werden unter dem Markennamen Tabbert in Mottgers die Wohnwagen produziert.

Das Vorbild für das Modell könnte ein Tabbert Exzellent aus dem Jahr 1970 gewesen sein.

Modell Busch Nr. 44960

Ein Mercedes-Benz 230 T zieht den Tabbert Wohnwagen

Der Wohnwagen von hinten betrachtet

Eine ältere Variante ohne Gardinen

Einachsiger Niederbord-Anhänger für Pkw

Modell n.n.

Citroen HY

 

Der Kleinlaster wurde von 1948 bis 1981 gebaut. Damit ergab sich eine extrem lange Bauzeit von weit über 30 Jahren. Die Typenbezeichnung hängt mit der Nutzlast zusammen. Beim Typ HZ lag sie bei 850 kg. Beim Typ H - der Urform von 1948 - bei 1200 kg. Ab 1958 gab es den Typ HY mit 1500 kg Zuladung. Die ersten Kleintransporter hatten einen Vierzylinder-Reihen-Ottomotor mit 1628 ccm Hubraum und einer Leistung von 26 kW (35 PS). Damit lag die Höchstgeschwindigkeit bei 90 km/h. 1964 waren dann 31 kW (42 PS) Motoren zu bekommen. 1968 war die höchste Motorisierung mit 43 kW (58 PS) erreicht. Es gab den Transporter auch mit Dieselmotoren. Sie hatten eine Leistung zwischen 30 und 42 kW.

Der Motor war vorne praktisch im Fußraum zwischen Fahrer- und Beifahrer untergebracht und trieb die Vorderachs an. Die Motorgeräusche machten ein Unterhaltung bei höheren Geschwindigkeiten kaum möglich.

Der überaus erfolgreiche Transporter mit einer gebauten Stückzahl von rund 473.000 Einheiten, bestach durch seine niedrige Ladekannte von nur 35 Zentimetern. Es wurde auf ein niedriges Eigengewicht geachtet. Daher waren die Blecke gesickt und nur 0,5 mm dick. Das Leergewicht des HY betrug 1350 kg bei einer Zuladung von zuletzt 1600 kg.

Ähnlich wie die "Ente" (Citroen 2CV) von Citroen entwickelte sich der Transporter zum Kultfahrzeug, der heute nur schwer in gutem Zustand zu bekommen ist. Die Technik ist immer noch relativ leicht zu ersetzten. Jedoch ist die Karosserie nur sehr schwer zu reparieren. Die Franzosen gaben dem Fahrzeug die Spitznamen "Schweinsnase" und "Salatkorb".

Das Vorbild für den gelben Servicewagen von Citroen hat das Baujahr 1970.

Modell Wiking Nr. 0262 03 

Der Servicewagen hilft einem Citroen 15 SIX auf der B 9.

 

Mercedes-Benz L 206/207 D Kasten

Das Fahrzeug basiert auf dem Tempo Matador E, der im ehemaligen Tempo-Werk in Hamburg-Harburg produziert wurde. Unter dem Namen "Harbuger Transporter" ging er in die Geschichte der Leichttransporter ein. Die Fahrzeuge der Typenreihe F 20 bis F 35 wurden zunächst unter dem Namen Hanomag 1967 herausgebracht. Ab Sommer 1968 gab es die Kastenwagen mit Hochdach. An Hanomag war schon die Daimer-Benz AG beteiligt, deren Einfluss in den 70er Jahren weiter wuchs. 1969 war Hanomag zu Hanomag Henschel geworden. Schon ab 1970 gab es die Hanomag-Henschel-Typenreihe auch mit dem Mercedes-Stern unter den Bezeichnungen L 206, L 207, L 306 und L 307. 1975 liefen die Transporter nur noch mit dem Stern vom Band. Damit hatte Mercedes-Benz sein Angebot an Transporter nach unten abgerundet. Die Produktion endete - je nach Fahrzeugtyp - zwischen 1977 und 1980, wobei die Fertigung ab 1969 von Hamburg nach Bremen verlagert wurde.

Der Kastenwagen L 206 D hatte 1970 bis 1971 einen Mercedes-Benz-Dieselmotor mit einem Hubraum von 1988 ccm und einer Leistung von 55 PS. Zuletzt war der Hubraum mit 2197 ccm angegeben. Die Leistung lag bei 60 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 105 km/h. Beim zulässigen Gesamtgewicht unterschieden sich die Typen L 206 und L 207 mit 2,4 oder 2,7 Tonnen beim L 206 D und 3 bis 3,3 Tonnen beim L 306 D (Produktionsjahre 1970 bis 1971). Im letzten Produktionsjahr 1977 lag das zulässige Gesamtgewicht bei 2,5 oder 2,8 Tonnen (L 206 D) bzw. 3,1 oder 3,5 Tonnen (L 306 D). Die Harburger Transporter wurden 1977 durch eine Eigenkonstruktion von Mercedes, den "Bremer Transporter", später als "Transporter neu oder einfach T 1 bezeichnet, abgelöst.

Modell Brekina Starmada Nr. 13304

 

 

Mercedes-Benz L 207 D

Der Mannschftswagen der DB verfügt über ein Hochdach. Das Fahrzeug könnte in der Hannomag-zeit die Bezeichnung F35 gehabt haben.

Modell A.P.S. Collection Nr. 9444

 

Ford Transit

Der Kasten hat einen Dieselmotor eingebaut. Daher die geänderte "Schnauze". Mehr ist mir bisher zum Modell nicht bekannt.

Modell n.n.

 

Weitere neue Fahrzeuge 1970:

Alfa Romeo Montreal
AMC Gremlin
BMW 3.0 S
Autobianchi A 112
Chrysler 160
Lamborghini Jarama 400 GT
Mazda RX-2
Mazda Capella 616
Mercedes-Benz 250 C
Mercury Cougar
Peugeot 304
Pontiac Formula 400
Range Rover
Renault R 6 TL
Skoda S 100 L
Skoda s 110
Toyota Carina
Triumph Stag
 

1971 neu auf den Straßen

 

Opel Rekord D

Seine Tochter hat den älteren Herrn vor dem Fachwerkhaus in das Städtchen St. Goar gebracht. Der begeisterte Hühnerzüchter hat in seinem Korb ganz junge Küken, die er soeben gekauft hat. Doch die Tochter ist nicht im Auto und so macht sich der Mann etwas Sorgen. Er hat es jetzt eilig die Tiere so schnell wie möglich sicher nach Hause zu bekommen.

Der Opel Rekord Serie D wurde von 1971 bis 1977 gebaut. Es gab Motoren mit einem Hubraum von 1698 bis 2068 Kubikzentimeter. Die Leistung des schwächsten Typen lag bei 60 PS. Damit schaffte der „D“ die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Modell Wiking Nr. 07930328

Opel Rekord D

 

Volvo P 1800 ES

Aus Berlin ist ein ungewöhnlicher Wagen an den Rhein gekommen. Der Volvo P 1800 ES war eine echte Rakete. Neben dem Wagen steht vermutlich die Beifahrerin. Freund oder Mann sind unterwegs. In dieser Lackierung hat der Wagen seinen Spitznamen (siehe unten) sicherlich am ehesten verdient.

Schneewittchen wurde schließlich im Filmen in einem weißen Sarg mit einer Glaskuppel zu Grabe getragen. Der merkwürdige Name tat übrigens dem Erfolg des Autos keinen Abbruch.

Der Volvo wurde als Sportkombi vermarktet und nur zwischen August 1971 und Ende 1973 gebaut. Besonders in den USA verkaufte sich der Wagen gut. Als dort neue Sicherheitsvorschriften verlängt wurden, stellte Volvo die Produktion ein. Die Umbauten zur Erfüllung der Normen für das Jahr 1974 wären zu umfänglich geworden. Im Volksmund bekam der Wagen wegen der großen Fensterflächen den Spitznamen  „Schneewittchensarg“. Rund  8.000 Stück liefen von dem schnellsten Volvo seiner Zeit vom Band. Der Vierzylinder-Motor hat einen Hubraum von 1986 ccm. Die Leistung von 91 kW (124 PS) bringen den Wagen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 182 km/h. Der  „Kombi „ beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 10,1 Sekunden.

Modell Herpa Nr. 023504

 

Porsche 911 Targa Polizei (E-Reihe)

Der Porsche 911 Targa wurde zum Begleitfahrzeug des neuen Bundespräsidenten. Bei der Wahl am 5. März 1969 erreichte Gustav Heinemann im ersten Wahlgang 513 von 1036 Wahlmänner- und Wahlfrauenstimmen, im zweiten nur noch 511, Schröder 507. Im dritten Wahlgang genügte ihm die einfache Mehrheit von 512 zu 506 Stimmen für die Wahl zum dritten Bundespräsidenten.

Der Sicherheitstross bei Autofahrten des Bundespräsident Heinemanns wurde von einem dezenten schwarzen Porsche Targa angeführt. Da es dem obersten Mann im Staate aber zu langweilig war, immer nur einem Porsche hinterher zu fahren, folgte er 1971 einer Einladung von Porsche und nahm trotz größter Sicherheitsbedenken die Nürburgring-Nordschleife als Beifahrer von Willi Kauhsen im 917er Platz. Die Bedenken waren unbegründet, er kam wohlbehalten am Ziel an. Lediglich der Opel Blitz mit den Begleitpolizisten landeten im Grünstreifen auf dem Dach. Verletzt wurde aber zum Glück niemand.

Die E-Reihe wurde 1971 bis 1973 gebaut. Der Sechszylinder-Boxer-Motor mit 2341 ccm Hubraum leistete 130 bis 190 PS. Je nach Leistung konnten Geschwindigkeiten von 200 bis 230 km/h erreicht werden.

Modell Brekina Nr. 16258

 

Weitere neue Fahrzeuge 1971:

Alfa Romeo 2000 Berlina
Alfa Romeo 2000 GTV
Alpine A 310
BMW 2002 Cabriolet
Citroen GS
Citroen SM
Fiat 127
Ford Pinto 1600
Jaguar Typ E V12
Maserati Bora
Mazda RX-3
Morgan Plus 8
Morris Marina
Opel GT
Renault R 15 TL
Renault R 17 TS
Subaru Leone
Toyota Land Cruiser
ZIL 117
 

1972 neu auf den Straßen

 

Fiat 126

Der Kleinwagen war Nachfolger des Fiat Nuova 500. Von 1972 bis 2000 lief der „126“ vom Band. Der Zweizylinder-Motor war im Heck eingebaut und vom Fiat 500 übernommen. Bei 494,5 ccm Hubraum leistete der Motor 23 PS. 1977 wurde ein Motor mit 652 ccm Hubraum angeboten, der 24 PS leistete. In der langen Fertigungszeit wurden rund 3.500.000 Fahrzeuge produziert. Ab 1973 fertigten die Polen in Lizenz das Fahrzeug.

Modell Drummer Nr. 22354

 

Renault R5

Die junge Dame passt prima zum neuen Auto. Gerne wählten Frauen den R5 zu ihrem fahrbaren Untersatz, wie hier Ulrike aus Ludwigshafen. Einfach praktisch fand sie die ladefreundliche Heckklappe ihres kleinen „Freundes“.

Der R5 löste 1972 den R4 bei Renault ab und wurde zu meistgekauften Stadtwagen in Frankreich. Auch in Deutschland fand der R5 viele Freunde. Rund 5,5 Millionen Stück liefen vom Band. Der Motor mit vier Zylindern und einem Hubraum von 956 ccm leistete 44 PS. 140 km/h betrug die Spitzengeschwindigkeit. Es gab auch Varianten mit bis zu 63 PS.  

Modell Herpa Nr. 024457

 

Eine zweite R5-Variante.

Modell Busch Nr. 42500

 

VW 1303 S Typ 1

Von 1972 bis 1975 war der 1303 zu erwerben. Der Motor mit 1584 ccm Hubraum und einer Leistung von 50 PS ließen eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h zu. Äußeres Merkmal war die stärker gewölbte Windschutzscheibe. Innen gab es ein schwarzes dick gepolstertes Armaturenbrett. Von hinten fielen besonders die sehr großen Rückleuchten auf (Elefantenfüße). 1974 verschwanden die Blinker auf den Kotflügeln in die Stoßstangen.

Modell Wiking 696 1225

 

Simca Rallye II

Der junge Mann scheint sich ja mächtig für den Simca Rallye II zu interessieren. Vielleicht ist es ein Fan von Tourenwagenrennen. Dort gelangen dem Fahrzeugtyp zahlreiche Siege.

Die Basis für den Rallye II lieferte der Simca 1000, der ab 1961 gebaut wurde. Nach Rallye I kam der Rallye II im September 1972 auf den Markt. Ab 1976 wurde der Wagen serienmäßig mit schwarzer Motorhaube geliefert. 1978 folgte noch der Rallye 3. Dann war die Modellserie Vom Simca 1000 wurden mit allen Varianten ca. 1.650.000 Autos produziert.

Modell Herpa 03457

 

Alfa Romeo Alfasud

Ein junger Mann aus Mainz hat sich zu seinem gelben Hemd das passend lackierte Auto gekauft. Jetzt hat er sich lässig auf den Kotflügel gesetzt und macht eine kleine Pause an der B 9. An dieser Stelle kann er wunderbar auf den Rhein schauen, während hinter im die Züge auf der linken Rheinstrecke auch beobachtet werden könnten. Nur ein Schulterblick ist dafür nötig. Gleich wird er weiter nach St. Goar fahren. Dort hat er sich mit Alfasud-Freunden verabredet.

Der Alfasud war ein Auto, mit dem Alfa in das Marktsegment der unteren Mittelklasse eindringen wollte. Form und Technik waren durchaus konkurrenzfähig. Allerdings wurde der Wagen in Süditalien in einem neuen Werk gebaut. Schnell sprach sich die schlechte Fertigungsqualität herum. Besonders die ersten Wagen mit einer hellen Lackierung rosteten schnell dahin.

Doch ein sei hier verraten: Ein blauer Alfasud war mein ersten und bisher einziger Neuwagen, den ich gekauft habe. Ich habe in gefahren, bis er vom Schrotthändler abgeholt wurde.

Modell Herpa 101 1356

 

Da ich dem Alfasud besonders verbunden bin, habe ich gleich mehrere Modelle gekauft.

 

Unser Freund hat sich in den Güterbahnhof von St. Goar aufgemacht. Dort haben sich auch seine bekannten aus Regensburg und Osnabrück eingefunden. Alle Drei sind in das Städtchen gegangen, um auf ihr Wiedersehen anzustoßen (mit Wasser).

Der Alfasud wurde von 1972 bis 1983 gebaut und erreichte eine Stückzahl von über 700.000 Exemplaren. Der Vierzylinder-Boxermotor mit 1186 ccm leistete 63 PS. Damit erreichte der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Alfasud ist heute so gut wie nicht mehr auf den Straßen zu sehen. Zu schnell verwandelten sich die Karossen in Rost. Eine Unterhaltung ist damit sehr schwierig und aufwendig. Als Oldtimer ist der Alfasud kaum verfügbar, aber mit maximal 7.000 Euro recht preisgünstig zu bekommen.

Modell Herpa Nr. 024549-003 (rote Lackierung)

Audi 80 B1

Der erste Baukasten-Audi steht verlassen an der B 9. Kein Fahrer oder Fahrerin ist zu sehen, obwohl hier das Parken nicht erlaubt ist. Dafür Passt sich der grün-schwarze Audi 80 wunderbar der Landschaft am Mittelrhein an.

Der Audi 80 wurde von 1972 bis 1978 gebaut. Die Käufer konnten zwischen Motoren von 1,3 bis 1,6 Litern wählen, die 40 bis 81 kW (55 bis 110 PS) leisteten. 1976 gab es ein Facelift für den Wagen. Über 1,1 Millionen Stück wurden von dem Typ gebaut. Mit dem komplett neu konzipierten Wagen stieg Audi in das Baukastensystem ein, wobei die verschiedenen Komponenten auch bei VW-Fahrzeugen zum Einsatz kamen (z. B. VW Passat). Der Verbrauch lag bei unter 10 Litern auf 100 Kilometern. Damals ein sehr guter Wert in seiner Klasse. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei dem 40-kW-Auto knapp unter 150 km/h.

Modell Brekina Drummer Nr. 28208

Fiat X 1/9

Der Besitzer einer Eisdiele aus Frankfurt hat sich an den Mittelrhein aufgemacht. Stilecht hat er sich einen italienischen Sportwagen gekauft. In der Heerstraße schaut er sich das Eiscafé seines Freundes Giovanni an, der dort seit einem Jahr Eisspezialitäten anbietet.

Bis heute können die Bewohner und Besucher St. Goars in der Heerstraße gutes Eis genießen.

Der Fiat Sportwagen mit Klappscheinwerfern wurde von 1972 bis 1988 im Werk von Catozzeria Bertone auf der Grundlage des Fiat 128 gebaut. Der Wagen verfügte über einen Reihen-Mittelmotor mit vier Zylindern und einem Hubraum von 1290 ccm. 75 PS brachten den Fiat auf knapp unter 170 km/h Spitzengeschwindigkeit. Ab 1978 gab es den „1/9“ auch mit 1,5 Liter Motor und 86 PS. 165.000 Stück wurden gebaut. Besonders bekannt war der keilförmige Sportwagen für seine sehr gute Straßenlage.

Modell Herpa Nr. 023528

 

Ford Granada I

Im März 1972 wurde der Granada in Genf auf dem gro ßen Autosalon vorgestellt. Der Wagen war Nachfolger des 20M/26M aus der internen Baureihenserie P7. Der Granada konnte mit einer Leistung von 48 kW bis 101 kW erworben werden. Besonders schick das schwarze Vinyldach bei dem Modell der Oberklasse.

Wiking 0791 02 28

 

Citroen DS 23 Break

Eine der wenigen Familien aus Frankreich, die sich in Deutschland niedergelassen haben. Wenigstens möchten sie nicht auf ein Auto aus der Heimat verzichten. Sie haben mit dem Citroen DS Break einen Kombi erworben, der noch weiteren Zuwachs in der Familie zulässt. Für das erste Kind sind jedenfalls alle Utensilien für einen längeren Urlaub im Auto unterzubringen.

Der Citroen DS 23 wurde ab 1972 gebaut. Die Kombi-Version „Break“ vom DS lief insgesamt zwischen 1967 und 1975 vom Band. Der Wagen hatte einen Vierzylinder-Motor mit 2347 ccm Hubraum, dessen Leistung zwischen 110 bis 126 PS lag. Damit war – je nach Motorstärke - eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 179 und 188 km/h möglich. Nachfolgemodell des DS wurde der CX.

Der Kombi Break besaß den gleichen Radstand wie die Limousine, die größere Länge wurde durch einen längeren hinteren Überhang erzielt. Damit war er besonders für Handwerker ein beliebtes Transportmittel.

Modell Brekina Drummer Nr. 14211

BMW 2002 tii Polizei

Ende der 60er Jahre wurden die ersten Polizeiwagen in grün-weiß lackiert. Vorher waren sie tannengrün. Da die Verbrecher immer schnellere Autos fuhren, musste die Polizei nachziehen. Hier wird es sich wohl um eine schnöde Dienstfahrt handeln, denn am Mittelrhein gibt es eigentlich keine Gesetzesbrecher.

Der  2-Liter-Motor machte den BMW sicher schnell. Das “tii“ steht für mechanische Einspritzanlage von Kugelfischer. Damit handelt es sich um eine Sportversion. Ab 1967 wurden die TI-Modell gebaut. Die Leistung lag bei 130 PS. Damit konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h erreicht werden.

Das Herpa-Modell hat wohl kein konkretes Vorbild. Die Polizei in München war mit ähnlichen Fahrzeugen Anfang der 70er Jahre ausgerüstet.

Modell Herpa

VW Bulli T2b

Der seit 1967 gebaute VW T2 wurde für das Modelljahr 1972 modernisiert und ging als VW T2b in die Typenreihe ein. In der Übergangszeit vom Typ a zu b gab es Mischformen von Karosseriebestandteilen, da nicht alle Änderungen gleichzeitig eingeführt wurden. Die wichtigsten Neuerungen waren: verstärkte Rahmengruppe, Scheibenbremsen vorne serienmäßig, Verbreiterung der Spur hinten, geteilte Sicherheitslenksäule, Sicherheitsgurte vorne serienmäßig, verbesserte Geräuschdämpfung für den Innenraum, kantige Heckpartie, breitere Stoßstangen, nach hinten versetze Tankklappe, Trittstufen vorne nach innen versetzt, rechteckige Blinker im Kühlluftgrill und flacheres Dach.

Im überarbeiteten Heck konnte auf Wunsch der Flachmotor vom VW 411/412 eingebaut werden, der bei 1700 ccm Hubraum 49 kW (66 PS) leistete. Später gab es auch Motoren mit 50 kW (68 PS) bis 52 kW (70 PS). Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf bis zu 130 km/h. Der Kraftstoffverbrauch stieg aber gleich mit. 14 Liter auf 100 Kilometer waren normal. Daher wurde der Tank auf ein Fassungsvermögen von 60 Litern vergrößert. Der T2b hatte eine Nutzlast von knapp unter einer Tonne bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 2,3 Tonnen. Im Juli 1979 lief die Fertigung des T2b aus. Er wurde durch den VW T3 abgelöst.

Modell Brekina

Modell APS Collection

Modell A.P.S.

VW T2b Westfalia Camper

Wer sich einen gebrauchten T2 Camper kaufen möchte, sollte als Basis einen VW T2b wählen, den die Technik und Motorleistung, sowie eine praktische Wartungsklappe für den Motor im Ladeboden, sind angenehmer im Gebrauch. Beim Westfalia Camper wurde zumeist der 52 kW-Motor (70 PS) eingebaut, der vom VW 411/412 stammte. Besonders gut war beim Westfalia Camper die "Helsinki-Ausstattung" mit großer Liegefläche und einer netten Küche. Leider sind heute Ersatzteile für die Innenausstattung nur noch schwer zu erhalten.

Die Firma Westfalia in Wheda-Wiedenbrück war besonders erfolgreich mit seinen Reisemobilen in den 70er und 80er Jahren.

Der Ursprung des einigen Familienunternehmens lag bei Bernhard Knöbel. Er eröffnete 1844 eine Schmiede, die vom Bau der Cöln-Mindener-Eisenbahn profitierte. Damals wurden Pferde und Wagen benötigt. Die Schmiede sorgte für neue Hufe und Transportfahrzeuge. Über den Bau von Kutschen und Anhänger gelang der Aufstieg der Firma. Die Söhne des Firmengründers trennten sich 1917. Der Firmenteil von Franz Knöbel nannte sich fortan Westfalia. Besondere Bedeutung hatte für Westfalia die Entwicklung der Kugelkopf-Anhängerkupplung im Jahr 1932. Das System wurde weltweit eingeführt und brachte gut Gewinne.

In den 50er Jahren entwickelte sich die Zusammenarbeit mit VW. Über einen Anhänger für den VW T1 und das Angebot von Vorzelten entwickelte sich die Produktion bis hin zu kompletten Wohnmobilen auf Basis des T1 Ende der 50er Jahre.

Erfolgsmodelle von Westfalia waren "James Cook", "Sven Hedin" und der "Joker". 1978 konnten rund 200.000 Fahrzeuge verkauft werden.

Nach den guten Jahren brachten Unstimmigkeiten in der Familie Knöbel die Firma in Turbolenzen, die fast bis in den Konkurs führten. Drei Manager übernahmen das Unternehmen und zahlten die Gründerfamilie mit einer Rente aus. 1999 war Westfalia weitgehend saniert. Die drei Manager verkauften das Unternehmen. Danach kam es weiteren Turbulenzen, die fast zur Standortschließung geführt hätten. Nach der Stellung eines Insolvenzantrags 2010 kaufte die französische Rapido-Gruppe Westfalia auf. Der Traditionsname war inzwischen aufgegeben worden. Seit 16. Februar 2015 ist das Unternehmen jedoch wieder als Westfalia Mobil GmbH aktiv.

 

Modell Brekina Nr. 33115

Modell Brekina Nr. 33100

Gleich zwei VW T2b von Westfalia machen Pause an der B 9

Mercedes Benz O 305 Linienbus

Was wohl den Linienbus mit dem Ziel „Zoo“ an den Rhein verschlagen hat? Auf jeden Fall sollte der Fahrer besser auf „Dienstfahrt“ umgestellt haben.  

Der O 305 wurde von 1969 bis 1987 gebaut. Es gab verschiedenste Varianten. Darunter auch O-Busse. Hier sehen wir einen Solowagen für den Stadtverkehr. Der O 305 hatte zwischen 172 und 240 PS Motorleistung. Die Länge war zunächst 11 Meter. Die Überland-Version war 11,3 Meter lang. Zwischen 37 und 44 Sitzplätze wurden eingebaut. 1967 wurde der Prototyp des O 305 als Nachfolger des O 317/O 302 vorgestellt. Nachfolger wurde der O 405. Das Aussehen des Busses änderte sich leicht im Jahr 1972. Die Dachkanten und die glatte Außenbeplankung waren äußere Zeichen des Faceliftings.

Modell Wiking

 


Mercedes Benz O 307 Standart-Überland-Linienbus (StÜLB)

Dringende Arbeiten am Banktunnel, erfordern einen Schienenersatzverkehr zwischen St. Goar und Oberwesel. Der Bus für die Fahrgäste im Nahverkehr steht im Güterbereich von St. Goar zur bereit. Auch der Fahrer erwartet seinen Einsatz. Gerne hätte der bei dem armen Sommerwetter ein kühles Bier getrunken. Seine Lieblingsmarke aus Koblenz macht auf dem Bus Werbung. Aber er muss noch warten, bis er Feierabend hat.

Nachdem zunächst der Standart-Linienbus O 305 ab 1969 gebaut wurde, entwickelte Daimler-Benz daraus einen Standart-Überland-Linienbus, der als O 307 ab 1972 gebaut wurde. Der O 307 hatte eine Länge von 11,81 Metern. Der Heckmotor mit einem Hubraum von 11,8 Litern hatte eine Leistung von 210 PS. Ab 1977 mit einem um 400 ccm größerem Hubraum eine Leistung von 240 PS.

Die Masse der Überland-Busse wurde bei der Deutschen Bundesbahn und Bundespost eingesetzt. Die getrennten Unternehmen wurden ab 1976 schrittweise zusammen geführt.

Nachfolgemodell des O 307 war der O 407 Mitte der 80er Jahre.

Das schwarze DB-Logo zeigt, dass der Bus nach 1980 fotografiert wurde, denn in dieser Zeit wurden die Busdienste der Post und Bahn unter DB-Regie geführt. In 19 Regionen entstanden die Geschäftsbereiche Bahnbus. Die Postbusse behielten ihre Lackierung. Lediglich das Logo der DB wurde bei den Bussen aufgebracht.

Modell Brekina Post Collection Nr. 018363

 

Weitere neue Fahrzeuge 1972:

Alfa Romeo Alfetta
DAF 66 SL
Datsun 240 C
Datsun Cherry 100A
Ferrari 246 GT Dino
Fiat 130
Ford Consul 1700
Jaguar XJ 12
Lancia 2000
Lancia Beta
Mercedes-Benz 280 S
Opel Rekord 1700
Peugeot 104
Porsche 916
Simca 1000 Rally I
Skoda S 110 L
 

1973 neu auf den Straßen

 

BMW R 90/6

Das Motorrad wurde von 1973 bis 1976 gebaut. Der Zweizylinder-Boxer-Motor mit 898 ccm Hubraum leistete 44 kW. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 188 km/h angegeben. 1973 kostete die Maschine knapp über 7.000 DM. Es gab auch ein S-Variante, die eine Geschwindigkeit von 200 km/h erreichte.

Modell Noch Nr. 16404

 

VW 1303 S

Der Käfer hatte sich Anfang der 70er Jahre zu einem immer besseren Auto mit einem inzwischen sogar nennenswerten Kofferraum entwickelt. Dazu hatte VW das Fahrwerk überarbeitet. Vorne kamen Federbeine und hinten Halbschräglenker zum Einsatz. Nur bei den Kunden war der Käfer nicht mehr so beliebt, zumal die Konkurrenz moderner wirkte. 

Ob der Typ dem Reisenden helfen kann? der junge Mann sieht nicht wirklich wie ein Einheimischer aus. Aber in den 70er Jahren kann sich der Mensch auch täuschen. Der Mann mit den Koffern sucht den Weg zum Bahnsteig. Da kann ihm Michael - so nennen wir den Pfeifenraucher einmal - ganz gut helfen. Er sagt: “Weiter gerade aus. Vor dem Bahnhofsgebäude führt eine Treppe in die Unterführung zum Mittelbahnsteig.“ Recht hat er.

Modelle Wiking

 

Die Post-Variante des VW 1303

VW 1303 S Sondermodell

Ganz anders war es bei dem Sondermodell 1303 S mit saturngelb-mattschwarzer Lackierung. Davon wurden ab 1973 immerhin 3.500 Stück verkauft. Das "S" steht übrigens für den stärksten angebotenem Motor. Der Wagen sah zwar sportlich aus. Jedoch der Motor blieb der des Serienmodells 1303. Und das hatte 37 kW (50 PS). Damit war der "Sportwagen" gerade mal auf eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h zu bringen. In knapp unter 20 Sekunden erreichte der Wagen aus dem Stand die 100 km/h Marke. Trotzdem führte der äußere Anstrich sogar zu Debatten im Bundestag über den optischen Anreiz zum schnellen Fahren. Da hätten sicherlich ganz andere Fahrzeuge im Mittelpunkt stehen müssen. Auf 100 PS durfte der VW-Motor bei einschlägigen Händlern aufgemotzt werden.

Der Boxermotor des 1303 S hatte 1584 cm3 Hubraum. Sowohl ein hoher Kraftstoffverbrauch als auch eine geringere Standfestigkeit zeichneten den Motor aus. Alle 1303-Modell brachten es noch auf eine Verkaufszahl von 916.000 Stück. Doch 1975 kam der Golf heraus und machte den modernen Käfer platt. Das Modell der VW 1303 S wurde eingestellt.

Heute sind von dem Sondermodell viele Fälschungen als Oldtimer unterwegs. Tatsächlich sollen nur runde 100 echte Exemplare überlebt haben.

Modell Wiking Nr. 079505


Ein sportlicher junger Mann mit seinem saturngelb-mattschwarzen Käfer

 

VW Passat I

 

Modell Wiking


VW Passat LS Variant B1

Die Kombi-Version des Mittelklassewagens lief von Mai 1973 bis Oktober 1980 vom Band. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von 1297 ccm leistet 45 kW (55 PS). Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h zu erreichen. Der Wagen war ab 9.000 DM zu bekommen.

Modell Brekina Drummer Nr. 25605


VW Passat Variant B1 Polizei

Modell Brekina Drummer Nr. 25606

Toyota Celica Coupé GT

Ein japanisches Auto war Anfang der 70er Jahre noch eine Besonderheit. Erst langsam eroberten die Fahrzeuge aus Fernost die Bundesrepublik. Hier hat sich ein Eisenbahn-Fan den ersten Toyota gekauft und ist damit an den Rhein bei St. Goar gefahren. Er geht den Weg zum Portal des Bettunnels hinaus, um einen interessanten Fernzug zu sehen.
Der Toyota Celica war ein Wagen-Typ der mit als ersten in Deutschland verkauft wurde, denn erst 1971 versuchten die Japaner hier Fuß zu fassen. In den USA war man nach einem Misserfolg Ende der 50er Jahre ab 1965 wieder aktiv geworden.

Das Spitzenmodell wurde der Celica GT, der ab 1973 angeboten wurde. Mit seinen 108 PS hatte eine deutlich sportliche Note. Der Typ war an den chromumrahmten Radkästen zu erkennen.

Das normale Coupe hatte in der schwächsten Variante 79 PS. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1588 ccm Hubraum erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h. Serienmäßig waren Fünfgang-Getriebe und Scheibenbremsen vorne. Die Produktqualität war überzeugend und der Preis dafür auch. Bis 1978 wurde der Celica gebaut.

Modell Brekina Drummer Nr. 14951

Porsche 911 Coupé G-Reihe „Polizei"

Der Wagen wurde von 1973 bis 1977 gebaut. Das Leistungsspektrum des Sechszylinder-Boxermotors reichte von 150 bis 200 PS bei einem Hubraum zwischen 2687 und 2993 ccm. Die Höchstgeschwindigkeit lag je nach Motorleistung zwischen 205 und 235 km/h. Das G-Modell kam bei vielen Porsche-Freunden nicht ganz so gut an, denn die pralldämpfenden Stoßstangen veränderten die Optik gegenüber dem Urmodell.

Modell Brekina Nr. 16308

Mercedes-Benz 450 SEL (W 116) Taxi

Im September 1972 wurde das Flaggschiff 450 SEL 6.9 mit einem aus dem Motor vom Mercedes 600 abgeleiteten Triebwerk präsentiert, dessen Einspritzanlage mit Achtstempel-Einspritzpumpe durch die einfachere Bosch K-Jetronic ersetzt wurde. Der Achtzylinder-Motor hat einen Hubraum von 6834 ccm. Mit den 210 kW (286 PS) und dem bis dahin höchsten Drehmoment eines deutschen Pkw-Motors von 549 Nm bei 3000/min erreicht die Limousine 225 km/h Spitzengeschwindigkeit und beschleunigt in 8 Sekunden auf 100 km/h. In der viereinhalbjährigen Produktionszeit liefen 7380 Fahrzeuge vom Band. 1973 betrug der Grundpreis dieses Spitzenmodells der W 116-Baureihe 69.930 DM.

Modell Brekina Starmada Nr. 13159

Modell Brekina-Sarmada Nr. 13153

Hymer ERIBA-Touring-Wohnwagen

1958 startet der Bau von ERIBA-Wohnwagen. Unter der Bezeichnung "Touring" habe ich Eintrage ab 1973 gefunden. Jedoch sind die Modelle in den Jahren davor sehr ähnlich. So könnte es sich bei dem Modell um einen ERIBA Pan handeln, dessen Angaben laut Prospekt folgendermaßen lauten: Der Wohnwagen ist für 2 bis 3 Personen geeignet. Als Zugfahrzeuge werden beispielhaft der VW 1300, Opel Rekord und Ford 17M genannt. Die Gesamtlänge mit Zugdeichsel beträgt 4,43 m. Der Wagen ist 2 m Breit und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 640 kg.

Modell Brekina Nr. 19424 (Set mit Ford 20M)

Gespann aus Ford 20M und Hymer Eriba-Wohnwagen

Der Eriba-Touring von der Rückseite betrachtet

Ein älteres Modell des Eriba

Der Wohnwagen wartet auf seinen nächsten Einsatz

 

Zwei Eriba Wohnwagen am Bahnhof von St. Goar (Puck vorne; Touring hinten)


Mercedes Benz NR 2632 S

So können Modellbahner lügen. Einen Pritschensattelzug in das Freiladegleis von St. Goar bekommen zu haben, ist so gut wie unmöglich. Der „Kunstfahrer“ müsste rückwärts die steile Auffahrt mit enger Kurve hinauf gefahren sein, denn eine Wendemöglichkeit für ein Fahrzeug dieser Gr ö ße war und ist an dieser Stelle nicht vorhanden. So steht der „Kunstfahrer“ ganz locker neben seinem Sattelzug und unterhält sich mit einem Bauarbeiter. Sein Beifahrer macht sich derweil noch an der Plane zu schaffen.

Ab 1973 wurden diese Fahrzeuge von Mercedes-Benz bebaut. NG steht übrigens für „Neue Generation“. Aus der Bezeichnung 2632 S lässt sich ferner ablesen, dass die Sattelzugmaschine (S) einem Motor mit 320 PS (die „32“ in der Bezeichnung)  bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen (die ersten beiden Zahlen in der Bezeichnung) hatte. Zehn Zylinder mit einem Hubraum von 16 Litern erbrachten die stolze Leistung. Es gab auch Zugmaschinen mit V8-Motor, die 256 PS oder  280 PS hatten.

Modell Wiking 515-6-2 (515)

 

Hier ein ähnlicher Sattelauflieger auf einem Einheitstaschenwagen der DB.

Modell Roco 46351

 

Kaelble KV 633 ZB Zugmaschine

Bis ins Jahr 1884 gehen die Ursprünge des Unternehmens zurück. In Cannstadt gründeten Caroline und Gottfried Kaelble eine Reparaturwerkstatt für Gerberei- und Dampfmaschinen. Nach einem Umzug nach Backnang begann 1895 die Produktion von selbstfahrenden Steinbrechern. 1907 folgte der erste Lastkraftwagen. Ab 1933 wurde Kaelble der Hauslieferant für die deutsche Reichsbahn für Zugmaschinen in der Hauszustellung von Güterwagen auf Straßenrollern. Im zweiten Weltkrieg wurde fast ausschließlich für die Wehrmacht produziert. Nach 1945 begann schnell wieder die Produktion der Vorkriegsfahrzeuge. Zum Unternehmen gehörte in den 60ger Jahren auch die Lokomotiv-Fabrik Gmeinder und die Feierwehrgerätefabrik Metz.  1971 lieferte Kaelble die letzte Zugmaschine an die Deutsche Bundesbahn.

Kibri versucht in dem Set die Zugmaschine KV 633 ZB als KV 632 ZB auszugeben, die von 1962 bis 1971 an die Bundesbahn für den Straßentransport beschafft wurden. Jedoch unterscheiden sich die Fahrzeuge auch äußerlich erkennbar. Die Zugmaschine KV 633 ZB wurde nur in 17 Exemplaren 1973 bis 1975 ? gebaut. Sie hatte einen 10-Zylinder-Dieselmotor mit einer Leistung von 320 PS bei einem Hubraum von 15.950 ccm. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 69 km/h. 80 bis 100 Tonnen Anhängelast waren erlaubt. Das Eigengewicht dürfte über 12 Tonnen gelegen haben. Bei der DB dürfte die Zugmaschinen nicht im Einsatz gewesen sein. Dazu passt auch die schwarzgraue Lackierung nicht, denn Anfang der 70er Jahre wurden neue Fahrzeuge in kieselgrau von der DB bestellt.

Im Sommer 2000 war allerdings ein Kaelble KV 633 ZB mit Straßenroller für das Verkehrsmuseum Nürnberg (Anschrift "DBMuseum") unterwegs. In Ingolstadt wurde damit die Dampflok 98 527 bewegt.

Auch der Flachwagen aus dem Set passt nicht so richtig zur Zugmaschine, deren Beschriftung sie zum DB Güterverkehr, Standort Frankfurt (Main), einordnet.

Die Deutsche Bundesbahn beendete die Zustellung von Güterwagen mit Straßenrollern im Jahr 1987.

Modell Kibri Nr. 26270 (Set mit Flachwagen)

Die Kaelble Zugmaschine soll an der Kopframpe entladen werden


Eine BR 291 bringt die schwere Zugmaschine zum neuen Einsatzort

Die Diesellokomotive 221 130-8 zieht gleich zwei Zugmaschinen auf Flachwagen in den Süden

Eine Kaelble in grüner Farbgebung


 

Mercedes-Benz Unimog S404 Bundeswehr

Modell 4MFOR Nr. 18711

Mercedes-Benz Unimog S404 Pritschenwagen

Modell Märklin/4MFOR

 

Weitere neue Fahrzeuge 1973:

Austin Allegro
BMW 525
BMW 2002 turbo
BMW 3,3 I
Chrysler 2 L
Datsun 180 B
Ferrari 512 Berlinetta Boxer
Fiat X1/9
Fiat 126
Honda Civic 1200
Lancia Stratos
Matra-Simca Bagheera
Mazda RX-4
Mercedes-Benz 240 D
Mitsubishi Lancer
Oldsmobile Omega
Opel Kadett C
Peugeot 504 Diesel
Pontiac GrandAm
Tatra 613
Toyota Corona Mk II 2000
VW Passat
VW 1303 S
 

1974 neu auf den Straßen

 

Audi 50 LS

Der Mann hat es sich auf einem alten Fass gemütlich gemacht. Er möchte seine Freundin vom Zug abholen und wartet am Hausbahnsteig von St. Goar auf seine Liebste. Weil ihm etwas langweilig ist, beobachtet er den „Sensenmann“ bei seiner Arbeit. Hier geht die Sense allerdings nur den Pflanzen am Rande des wilden Parkplatzes an den Kragen.

Vom Audi 50 wurden bis 1978 nur rund 180.000 Stück gebaut. Der Volkswagen-Konzern brachte den VW Polo lieber auf den Markt. In der kleinsten Version hatte der Vierzylinder-Reihenmotor 1093 ccm. Die 50 PS ermöglichten eine Spitzengeschwindigkeit von 142 km/h.

Modell Wiking Nr. 0036 99

Modell I.M.U.

 

VW Golf 1

Golf-Freunde haben sich offenbar in St. Goar getroffen. Sogar aus Bielefeld ist einer angereist. Im Vordergrund sehen wir den Hilfsarbeiter Huber die Sense schwingen. Das Unkraut hat überhand genommen. Höchste Zeit für einen radikalen Schnitt. Das sein Parkplatz von Fremden genutzt wird, gefällt ihm nicht. Noch ist aber Platz genug für seine Tochter mit ihrem Käfer. In zwei Stunden wird sie aus Koblenz von der Arbeit kommen. Bis dahin hat Herr Huber seine Arbeit erledigt. Dann wird gemeinsam Kaffee getrunken.

Die Konstrukteure von VW konnten noch nicht ahnen, dass der Golf ein Erfolgsmodell würde. Noch mussten die Verantwortlichen bangen, ob der Nachfolger des VW Käfers die Kundschaft überzeugen könnte. Gut 8000 D-Mark waren zunächst für den Golf zu zahlen. Der wassergekühlte Vierzylinder Motor mit 1093 ccm leistete 50 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 135 km/h. Bis 1983 lieferte VW um die sechs Millionen Autos des Golf 1 aus.

Modell Wiking

 

 

Der Golf im Dienste der Post

Fiat 131 s Mirafiori

Der Name Mirafiori geht auf das Herstellungswerk in Turin zurück. Der Wagen wurde von Oktober 1974 bis 1984 gebaut. Anfang 1978 gab es ein Facelift.

Es gab Vierzylinder-Motoren von 1,3 bis 2,0 Litern Hubraum, die zwischen 40 und 103 kW leisteten. Mit dem schwächsten Motor war eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichbar. Fiat lieferte den 131 auch mit Dieselmotoren mit 1995 oder 2445 ccm Hubraum.

Besondere Aufmerksamkeit bekam der Fiat 131 als Walter Röhrl mit einem 131 Abarth Rally dreimal Ende der 70er Jahre Rallye-Weltmeister wurde.

Der Vorgänger war der Fiat 124. Der Fiat 131 folgte das Modell Regata.

Modell Brekina Drummer Nr. 22601

Citroen SM

Das Oberklasse-Sportcoupé von Citroen wurde von Juli 1970 bis Mai 1975 gebaut. Der Sechszylinder-Maserati-Motor hatte 2,7 oder 3 Liter Hubraum. Damit waren Motorleistungen von 113 kW (154 PS) bis 132 kW (180 PS) abzurufen. Der Motor kam aus Italien, weil Citroen damals Anteilseigner bei Maserati war. Das Kürzel „SM“ im Modellnamen soll sich auf Maserati (M) beziehen.

Die Höchstgeschwindigkeit war mit 220 km/h angegeben. Durch das hohe Gewicht des Wagens soll die Beschleunigung etwas gelitten haben. Dafür war der Luftwiderstand der schnittigen Karosserie besonders gering.

Der SM gilt heute, bis auf den störanfälligen Maserati-Motor, als großer Wurf. Jedoch war das Modell wirtschaftlich kein Erfolg. Die häufigen Motorschäden ramponierten den Ruf des Sportcoupés sehr. Daher war mit der Produktion sehr schnell Schluss. Knapp unter 13.000 Stück liefen vom Band.

Das Modell entspricht - laut Hersteller - dem Produktionsjahr 1974.

Modell Norev SA Nr. 158510

 

 

VW T2 „Bulli“

Der als Bulli bekannte Kleintransporter von VW hatte sich ab 1950 tausendfach beährt. Selbstverständlich setzte die DB den T1 für ihre Zwecke ein. 1967 stellte VW dann das Nachfolgemodell vor. Der T2 hatte auffallend gro ße Panoramascheiben bekommen und besa ß alle Vorzüge des alten Modells. Die DB hatte verschiedenste Varianten im Einsatz, wobei die Lackierung 1974 von dunkelgrau in kieselgrau geändert wurde. Hier sind also ganz neue T2 in St. Goar zu sehen.

Der T2 wurde von 1967 bis 1979 gebaut. Der 1,6-Liter-Motor leistete 47 PS. Ab 1970 war eine 50 PS-Maschine zu bekommen. 1971 konnte eine Variante mit 66 PS beschafft werden. Die Geschwindigkeit konnte durch die stärkeren Motoren von 115 km/h auf 128 km/h gesteigert werden. In der Folgezeit wurde die Leistung noch weiter erhöht. !968 kostete ein Kastenwagen übrigens ca. 6.600 DM.

Vom T2 wurden fast 3 Millionen Exemplare gebaut.

Modell Brekina, DB-Set 428

 

Modell Brekina

 

Deutz D 62 06

Eine Frau auf dem Traktor? Ja, so etwas gab es natürlich auch in den 70er Jahren schon. Hier hat die Bauerin aus dem Hunsrück einen landwirtschaftlichen Wagen in den Güterbereich von St. Goar gebracht und tritt nun die Heimfahrt an.

Der Deutz-Traktor hatte einen Vierzylinder-Viertaktmotor mit einem Hubraum von 3768 ccm. Er leistete 58 PS. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 26,5 km/h angegeben. Von 1974 bis 1981 wurde das Modell gebaut. Der Käufer hatte die Wahl zwischen einem reinen Hinterrad- oder Allradantrieb. Der Traktor war mit 8 Vorwärtsgängen und 4 Rückwärtsgängen vielen Anforderungen gut gewachsen. Wem das nicht reichte: Es war eine Version mit 12 Vorwärtsgängen im Programm.

Modell Preiser

 

Notstrom-Aggregat der Bundeswehr

Modell Roco

Magirus Deutz Typ 232 D 22 AK 6 x 6

Der Motor will nicht mehr so richtig. Auf der B 9 zwischen Bett- und Kammerecktunnel ist der Pritschenkipper liegen geblieben. Die zufällig vorbei kommende Polizeistreife m öchte sich die Sache etwas näher ansehen. Der Fahrer des Magirus holt schon mal die Papiere heraus.

Bei den Lkw-Modellen ist die Bestimmung des Vorbilds für mich immer etwas schwierig. 1974 erhielt die Frontlenker-Fahrzeuge allerdings ein neu gestaltetes Führerhaus mit mattschwarzem Kühlergrill und Magirus-Deutz-Schriftzug. Hier handelt es sich wohl um einen Allradkipper mit permanentem Allradantrieb (6 x 6). Der V8-Motor hatte 11310 ccm und eine Leistung von 232 PS. Das zulässige Gesamtgewicht lag bei 22 Tonnen.

Modell  Wiking

 

DAF FT 2800 DFS Sattelauflieger

Die Zweiachs-Sattelzugmaschine mit 228 kW (310 PS) wurde ab 1974 gebaut. Vorgängermodell war der ab 1962 gebaute DAF 2600. Das Gesamtzuggewicht beträgt 38 Tonnen. Der dreiachsige Pritschen-Auflieger trägt die Aufschriften GUSTAV V. MAUR - Stuttgart - Dornheim/Gr. Gerau - München.

Modell Kibri

 

Weitere neue Fahrzeuge 1974:

BMW 518
Chevrolet 5000
Citroen CX 2000
Citroen GS Birotor
Citroen GSX
Datsun 120 Y
Datsun 160 J
Datsun 260 Z
Ferrari 308 GT4 Dino
Ford Granada Ghia Coupé
Ford Mustang II Ghia
Mazda 1300
Mazda 929
Opel Manta GT/E
Rolls-Royce Camargue
Seat 133
Steyr-Fiat 126
Toyota 1000
Vauxhall Magnum 2300
Volvo 244 DL
VW Scirocco
Zastrava 1100

 

1975 neu auf den Straßen

 

Opel Ascona B

Herr Mallmeyer schiebt sein altes Motorrad gleich in den Hinterhof. Wieder mal hat er es nicht starten können. Gerne würde er den Ascona B sein Eigen nennen. Doch er ist arbeitslos und kann sich kein Auto leisten. Selbst eine Reparatur oder Ersatzteile könnte er im Moment kaum bezahlen. Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt bezeichnete die schlechte Wirtschaftskrise, unter der auch Herr Mallmeyer zu leiden hatte, als Teil einer weltweiten Rezession. Helmut Kohl, der 1975 zum Kanzlerkandidat erkoren wurde, sah die Schuld natürlich bei der SPD-FDP-Regierung.

Der Ascona B ersetzt den A-Typ, ohne viel neues zu bringen. Zuverlässig war der Ascona weiterhin. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1196 ccm hatte 55 PS. 138 km/h konnten erreicht werden. Es gab aber auch einen Ascona B mit 144 PS. Dann waren 200 km/h Spitzengeschwindigkeit drin.

Modell Wiking

 

Volvo 264

Da sitzt der Kaufmann auf der Mauer der Kopframpe im Güterbahnhof von St. Goar und schaut immer noch ganz stolz auf seinen Volvo. Er ist seit vielen Jahren ein Freund dieser Automarke, die seit 1927 existiert. 1968 hatte er sich einen gebrauchten Volvo 142 gekauft, den er jetzt bei seinem Autohändler noch in Zahlung geben konnte.

Lateiner wissen, dass Volvo soviel hei ßt wie „Ich rolle“. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg drangen die Volvos auf den europäischen Markt. Der „264“ hatte einen Sechszylinder-Motor mit 2664 ccm. 125 PS brachten ihn auf 170 km/h Spitzengeschwindigkeit. Bis 1985 wurden von dem Modell etwa 16.000 Stück gebaut.

Modell Wiking

 

BMW 528 i

Was an diesem sommerlichen Tag auf der B 9 vorging, ist nicht so recht nachvollziehbar. Zunächst treffen sich ein Taxifahrer und eine junge Dame - beide mit BMW 528 i unterwegs - mitten auf der B 9 zwischen St. Goar und Oberwesel. und kurze Zeit später hält ein Polizeiwagen am Bahndamm, um die Bahnarbeiter nach ihren Beobachtungen zu befragen. Der Bahnbeamte weist auf die Stelle, an der das merkwürdige Treffen stattgefunden hat.

Mit dem 528i wurde bei der 5er-Reihe erstmals die 200 km/h Geschwindigkeitsgrenze überschritten. 165 PS leistete der Sechszylinder-Motor mit 2788 ccm Hubraum. In etwas über 9 Sekunden konnte der Wagen auf 100 km/h beschleunigt werden. Serienmäßig war eine Servolenkung eingebaut. Knapp unter 22.000 DM kostete das Fahrzeug 1975. An der Tankstelle musste immer viel nachgefüllt werden, denn der BMW nahm mindestens 16 Liter Super-Benzin auf 100 Kilometer.

Modell Herpa

 

BMW 528 i als Polizeiwagen

 

Porsche 911 Turbo

Ob gerade der Rheingold-Zug auf der linken Rheinstrecke unterwegs war? Jedenfalls hat ein Porsche-Besitzer seinen 911 Turbo in goldenem Lack bestellt. Vielleicht äre die Lackierung auch für den Rheingold mal eine gute Idee gewesen.

1974 stellt Porsche den 911 Turbo auf dem Pariser Autosalon vor. Der Sechszylinder-Boxermotor mit 2993 ccm leistete 260 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 220 km/h. Bis 1989 wurde das Modell gebaut und kostete zuletzt rund 140.000 DM. Die stärkste Variante hatte 300 PS.

Modell Herpa

 

Porsche 924

Ein junges Pärchen hat sich das Städtchen angeschaut und möchte weiter nach Oberwesel fahren. Der Hund hat seinen Platz auf dem Rücksitz.

Auch beim 924 gab es eine enge Zusammenarbeit mit VW. Unter Anderem beim Motor, der eine besondere Geschichte hat. DKW, Daimler Benz und Volkswagen bastelten am Antrieb. Motoren dieser Abstammung wurden im VW LT und beim Audi 100 eingebaut. Von Porsche wurde der Antrieb für den Einsatz im 924 weiter entwickelt. Der Vierzylinder hatte einen Hubraum von 1984 ccm. Die Leistung von 125 PS brachte den 924 auf eine Spitzengeschwindigkeit von 195 km/h. 23.000 DM kostete der Porsche 1976. Heute wird der Wagen bei den Oldtimern nicht sehr hoch gehandelt. Das spiegelt die geringe Akzeptanz bei den Porsche-Fans für den 924 wider. 

Modell Herpa

 

Mercedes-Benz Betonmischer 2626 AB (6 x 4)

Ab 1973 baute Mercedes-Benz Lastwagen einer neuen Generation. Diese Abkürzung dieser Baureihe, die bis 1988 vom band lief, lautete NG (Neue Generation). Ihr folgte die "Schwere Klasse" (SK). Ab 1975 wurde der 2626 AB (6 x 4) Transport-Betonmischer gebaut. Die beiden hinteren Achsen der Zugmaschine wurden angetrieben. Es gab auch Zugmaschinen mit zusätzlichem Antrieb der Vorderachs ((6 x 6). Der Diesel-Motor leistet 191 kW (260 PS). Das zulässige Gesamtgewicht lag bei 26 Tonnen. In der Trommel konnten 6 m3 Beton aufgenommen werden. Bis 1983 baute Mercedes-Benz diesen Fahrzeugtyp.

Modell Kibri Nr. 10042

Weitere Lkw der "Neuen Generation" folgen. Alle Modelle sind von Kibri. Dabei werden zwei der drei Fahrerhäuser gezeigt. Ab 1973 gab es das Fahrerhaus kurz. Ab 1974 gab es das lange Fernfahrerhaus. 1977 wurde ein mittellanges Fahrerhaus angeboten.

Mercedes-Benz Sattelzug für Kraftstoffe der Firma ESSO

Mercedes-Benz Pritschen-Sattelzug mit langer Fahrer-Kabine(Fernfahrerhaus)

Mercedes-Benz Langholztransporter

Mercedes-Benz Silozugmaschine mit Siloanhänger

Mercedes-Benz Pritschenwagen mit Anhänger


Weitere neue Fahrzeuge 1975:

Austin Princess 1800 HL
BMW 316
BMW 528
Buick Skyhawk V6
Chevrolet Monza
Daihatsu Taft/Wildcat
Ferrari 308 GTB
Fiat 131 Mirafiori 1300
Fiat 133
Jaguar XJ S
Lamborghini Countach
Lancia Beta Coupé Montecarlo
Lancia Beta HPE
Lotus Eclat 523
Mazda Cosmo
Mazda RX-5
Mercedes-Benz 450 SEL 6,9
Mercury Bobcat
Oldsmobile Starfire
Opel Ascona B 1,6 L
Opel Manta B 1,9 S
Peugeot 604
Renault R 30 TS
Simca 1308 S
Vauxhall Chevette
VW Golf GTI
1976 neu auf den Stra ßen
Weitere neue Fahrzeuge 1976
BMW 320 Alpina
Cadillac Seville
Chevrolet Corvette
Ferrari 512 Berlinetta Boxer
Ford Fiesta
Honda Accord
Jeep CJ-7
Lada Niva
Lancia Gamma
Mini Clubman 1100
Mitsubishi Celeste 2000
Opel Rekord 1,7 N
Plymouth Volare
Pontiac Sunbird
Renault R 20 TL
Renault Alpine A 310
Rover 3500
Saab 99 GL Super-Kombi
Seat 1200 Sport
Subaru 1600 4WD
Triumph TR 7
Triumph Spitfire
Volvo 265
VW 1303 Cabriolet

 

1976 neu auf den Straßen

 

Lada 1600

Von 1976 bis 2005 wurde der Lada 1600 in Togliatti an der Wolga für den Export gebaut. Es handelt sich dabei um einen WAS-2106 (auch Bezeichnung VAZ) des russischen Herstellers AwtoWAS. Der Wagen basierte auf dem Fiat 124. Die Italiener leisten auch beim Bau der Produktionsstätten Entwicklungshilfe. Der Motor mit 1568 ccm Hubraum leistete 56 kW (78 PS). Der Antrieb kam auch im Lada Niva zum Einsatz. Eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 140 km/h dürfte zu erreichen gewesen sein. Der Wagen war im Ostblock und auch in der übrigen Welt durchaus sehr erfolgreich. So kamen die Fahrzeuge bis Cuba, Ägypten und Ecuador. 4,4 Millionen Stück wurden verkauft. In der Ukraine wurden die letzten Lada 1600 gebaut.

Modell Busch Nr. 50556

Ein Bilderjäger an der B 9

Audi 80 GTE (B1)

Da hat sich ein junger Mann mit seinem schnellen Flitzer mal soeben am Bahndamm nieder gelassen. Das passt den Bahnbeamten offensichtlich so gar nicht. Auch wenn die Beamten mit den Dienstfahrzeugen der DB immer dort parken um an der Strecke nach dem Rechten zu sehen, so darf das noch lange nicht Hinz und Kunz. Offensichtlich lässt sich der Fahrer mit dem gelben Hemd nicht aus der Ruhe bringen. Er muss sich erst mal etwas beruhigen, denn an der Kurve um das Betteck ist er ganz sch ön ins Schleudern gekommen. War wohl etwas zu schnell.

Mit dem Audi 80 GTE wollte Audi das biedere Image weiter auf polieren. Seit 1973 gab es schon einen Audi 80 GT. Der Vierzylinder-Reihenmotor des GTE mit Bosch K-Jetronic holte aus der Maschine mit 1588 ccm stolze  81 kW (110 PS) hervor. Fast 180 km/h erreichte der Wagen. Das Modell hatte - auf dem Bild nicht zu sehen - schon die Rechteckleuchten statt der runden Scheinwerfer. Damit, und das der Wagen vier Türen hat, lässt den GTE eindeutig dem Produktionsjahr 1976 zuordnen. Den Zweitürer gab es ab 1975.

Für Nostalgiker: Der Wagen ist nur noch schwer zu bekommen.

Modell Herpa

 

Audi 80 GTE Polizei

Bei dem Modell ist ein bayrisches Einsatzfahrzeug nachgebildet. Es hat auf dem Dach die Kennung 14/7 angeschrieben.

Modell Herpa Nr. 4041

BMW 633 CSi (E24)

Die BMW 6er Reihe mit dem Werkscode E 24 wurde zwischen 1976 und 1989 gebaut. Auf dem Genfer Autosalon konnten die Wagen-Typ zuerst gesehen werden. Die Produktion erfolgte schon ab Oktober 1975 zunächst bei Karmann in Osnabrück. Später baute BMW selbst die Fahrzeuge. Zunächst gab es den 630 CS und 633 CSI zu kaufen. Später kamen weitere Modelle dazu. Den Typ E 24 gab es in Varianten mit 2,8 bis 3,5 Liter-Motoren (135 bis 210 kW). Der 633 CSI hatte einen Sechszylinder-Reihenmotor mit 3,2 Litern Hubraum (3289 ccm). Dafür waren mindestens 43.000 DM zu zahlen. Die 145 kW (197 PS) brachten das Oberklasse-Coupé auf eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Bis 1982 wurde der 633 CSi gebaut. Der stärkste E 24 hatte 286 PS und kam auf eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h. Heute kosten gut erhaltene Wagen bis zu 20.000 Euro.

Modell Herpa Nr. 038683

Der E 24 von BMW

 

Von dem E 24 Typ baute Alpina in einer Kleinserie das Alpina B7 Turbo Coupé auf. Der Wagen hatte eine Leistung von 221 kW (300 PS).

Modell Herpa Nr. 11148

Eine weitere Variante des E 24 von Herpa.

Mercedes-Benz 200 (W 123)

Das Ehepaar Schilling aus Köln hat sich zu einer Fahrt nach Mannheim aufgemacht. Für sie ist auch schon der Weg ist das Ziel. Und so fahren die beiden auf der B 9 den schönen Rhein entlang. Hinter dem Betteck weicht Herr Schilling leicht einem Bahnbeamten aus, der sehr nah am Straßenrand steht.

Den MB 200 gab es seit 1976 als Benziner und als Diesel. Damals wurden die Benziner beim Kauf bevorzugt. Um die 2,6 Millionen Stück verkaufter Wagen hatten einen Benzinmotor. Nur knapp 1,3 Millionen einen Dieselmotor. Hier einige Daten zum Benziner. Die schwächste Variante hatte einen Vierzylinder-Motor mit 1988 ccm. Der Motor leistete 94 PS und brachte den Wagen auf 160 km/h Spitzengeschwindigkeit. Bis 1985 wurde der W 123 gebaut.

Die Vierzylinder-Wagen hatten zunächst auf jeder Seite zwei runde Scheinwerfer (Ochsenaugen genannt). Die Sechszylinder-Typen 280 und 280 E erhielten eckige Scheinwerfer. Erst ab 1982 hatten alle W 123 die eckigen „Lichter“. Daher kann es sich auf dem Bild aus dem Jahr 1976 nur um die letztgenannten Fahrzeugtypen handeln.

Auf dem Modell ist - au ßer W 123 - keine weitere Typenbezeichnung eingraviert.

Modell Busch 46853

 

Oberhalb der B 9 ist ein Güterzug mit Schwerlastwagen unterwegs.

 

Der W 123 in weinrotem Lack

Der Mercedes-Benz 200 als Taxi

Modell Busch Nr. 46862

 

Magirus-Deutz 90 D 6 X-Serie/Zeta-Reihe

Ab Mitte 1974 gehörte Magirus-Deutz zur neu gegründeten Firma Iveco (Industrial Vehicles Corporation). Fahrzeuge aus anderen Werken des Iveco-Konzerns wurden nun unter dem Namen Magirus-Deutz verkauft. Dies betraf zum Beispiel einen 1976 eingeführten leichten Lkw, wobei es sich um eine Entwicklung des ebenfalls in Iveco aufgegangen italienischen Herstellers OM handelte.

Der Frontlenker-Großtransporter wurde von 1976 bis 1982 gebaut. Der Vierzylinder-Dieselmotor mit 4086 ccm Hubraum leistet 64 kW (87 PS). Ein Fünfganggetriebe wurde eingebaut. Das zulässige Gesamtgewicht lag bei 6 Tonnen. Die Hinterachse war mit Zwillingsreifen ausgestattet.

Ab 1980 wurde da Fahrzeug in Europa einheitlich als Iveco Zeta verkauft.

Modell Brekina  Nr. 34535

Weitere neue Fahrzeuge 1976:

BMW 320 Alpina
Cadillac Seville
Chevrolet Corvette
Ferrari 512 Berlinetta Boxer
Ford Fiesta
Honda Accord
Jeep CJ-7
Lancia Gamma
Mini Clubman 1100
Mitsubishi Celeste 2000
Opel Rekord 1,7 N
Plymouth Volare
Pontiac Sunbird
Renault R 20 TL
Renault Alpine A 310
Rover 3500
Saab 99 GL Super-Kombi
Seat 1200 Sport
Subaru 1600 4WD
Triumph TR 7
Triumph Spitfire
Volvo 265
VW 1303 Cabriolet

 

 

1977 neu auf den Straßen

 

Kreidler Florett RS

Michael Maibaum sitzt an der Bundesstraße 9 und schaut geistesabwesend auf den Rhein. Er wurde an der Kurve um das Bett-Eck von einem Auto mit hoher Geschwindigkeit überholt. Nachdem sich der Wagen knapp vor ihn gesetzt hatte, bremste der Fahrer vor der Kurve schlagartig ab. Michael konnte mit einer Vollbremsung noch gerade einen Aufprall verhindern. Von dieser brenzligen Situation muss er sich jetzt erst einmal erholen.

Die Kleidler Florett war ein Kleinkraftrad, dass in der späten Version mit Blinkern vorne und hinten ausgestattet war. Das 5-Gang-Getriebe ermöglichte mit dem 6,25 PS-Zweitaktmotor (49,9 ccm Hubraum) eine Geschwindigkeit von 80 km/h zu erreichen. Der Tankinhalt war mit 13,2 Liter angegeben.

Modell Noch Nr. 16420

 

Moto Guzzi 850 Le Mans I

Der luftgekühlte Zwei-Zylinder-Viertakt-Motor in V-Anordnung mit 844 ccm Hubraum leistet 52 kW (70 PS). Die Maschine war ab September 1976 für rund 9.100 DM zu bekommen. In der Normalausführung war der Auspuff schwarz und nicht verchromt. Es folgten Le Mans-Typen II und III, die eine höhere Leistung hatten. Der Typenname stellt die gleichnamige französische Rennstrecke heraus, auf der die Maschine Erfolge feiern konnte.

Modell Noch Nr. 16444

Modell Noch Nr. 15913 (mit Fahrerfigur)

Lada Niva

Der Lada Niva wurde seit 1976 in der Stadt Togliatti gebaut und war seit 1977 einer der wenigen russischen Erfolge in westlichen Staaten. Dabei handelt es sich um einen Geländewagen mit permanenten Allradantrieb. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit einem Hubraum von 1558 ccm leistet 76 PS. Damit erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Für den Export wurde ein 1,7 Liter-Motor mit 60 kW (82 PS) eingebaut. 1995 wurde der Wagentyp in einigen Teilen überarbeitet. Das Modell entspricht dem Lada von dem Facelift. Der Wagen wird in verbesserter Form seit 2013 als Lada Taiga in Deutschland angeboten.

Modell Brekina Nr. 27201

 

 

Peugeot 504

Das Auto wurde ab 1968 gebaut und währende der Produktion, die zum Teil bis 2005 in Lizenz in Kenia und Nigeria lief, kaum verändert. Die Limousine lief bis Ende 1981 vom Band. Eine Besonderheit der Karosserie war am Heck der Knick im Kofferraum.

1975 begann der Verkauf der sogenannten "zweiten Serie", die äußerlich an den in die Karosserie eingelassenen Türgriffe erkenntlich war. Das Modell entspricht dem Baujahr ab 1977. Damals wurde der verchromte Kühlergrill auf schwarze Lackierung umgestellt. Zunächst hatte der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1795 ccm Hubraum 54 kW (73 PS). Später hatte der Wagen eine Leistung von 61 kW (83 PS), die bis auf 106 kW (144 PS) erhöht wurde. Insgesamt wurden weit mehr als 3 Millionen Stück verkauft. Das Ursprungsmodell erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

In Deutschland war der 504 durchaus beliebt. 1969 war der Peugeot 504 "Auto des Jahres" in Europa.

Modell Brekina Nr. 29105

 

VW Passat I Kombi

Ein Handwerker hat sich einen Passat Kombi gekauft, um sein Werkzeug immer dabei zu haben.

Der Passat wurde 1977 überarbeitet. So entstand der interne Typ 32A.  Der erste Passat Kombi kam 1973 auf die Straßen. Es gab Varianten von 50 bis 110 PS. Die Kunststoff-Stoßstangen sind ein Merkmal der ersten Modellpflege.

Modell  I.M.U.

 

Opel Rekord Berlina 2,0 E (Serie E 1)

Immer wieder gern als Parkplatz genutzt, ist die Einfahrt zum Gelände am Bettunnel. Eine Geschäftsfrau aus Stuttgart hat es sich angetan, bis nach Koblenz zu einer Verkaufsverhandlung zu fahren. Dabei wäre diese Strecke doch sehr gut mit der Bahn zu absolvieren gewesen. So hat sie aber schon vor Oberwesel eine Pause zum Beine vertreten nötig.

Diese Fahrzeuge wurden von 1977 bis 1982 gebaut. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit 1979 ccm leistet 110 PS. Fast 180 km/h lie ßen sich mit dem Berlina erreichen. Der 2.0 E hatte eine E-Jetronic-Einspritzanlage und war gegen Aufpreis mit einer Servolenkung erhältlich.

Modell Herpa

 

Audi 100 GL 5E (C2) Typ C43

Der Audi 100 wurde von 1977 bis 1982 in Neckarsulm gebaut. Der GL-Wagen hatte die bestmögliche Ausstattung. Den Audi 100 gab es mit Motoren von 1,6 bis 2,1 Litern. Sie hatte eine Leistung von 63 bis 100 kW (85 bis 136 PS). Die Dieselmotor-Variante mit 2 Litern Hubraum leistete 51 kW. Der Audi 100 wurde als kleiner Mercedes bezeichnet.

Modell Wiking

Ford Granada Ghia 2,8i

Trotz der schicken Uniform geht es dem Mann am Straßenrand an der B 9 nicht gut. Er schaut traurig auf den breiten Strom. Wie oft ist er früher mit seine Frau hier entlang gefahren. Mit seiner Ulla war er so glücklich. Jetzt hat sie ihn durch die Krankheit mit „K“ viel zu früh verlassen müssen. Auch am Rhein ist das Schicksal nicht immer gnädig. Hoffen wir für den Mann nach Ende der Trauerarbeit auf ein neues Glück.

Der Ford Granada wurde im August 1977 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der V6-Motor mit 2792 ccm hatte 118 PS. Damit waren 193 km/h Spitzengeschwindigkeit möglich. In 10 Sekunden kam er aus dem Stand auf eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Der Wagen gehörte damals in das Marktsegment der Oberklasse. Ab 27.750 DM war der Granada 1978 zu haben. Da es ein Vorläufermodell gab, wird der Typ als Granada II bezeichnet.

Modell Herpa

 

Mercedes-Benz 200 Kombi

Der Bauer ist richtig aufgebracht. Er wartet seit 20 Minuten darauf, dass der Besitzer des Mercedes zu seinem Auto zurückkommt. Schließlich will er aus der Einfahrt zurück zu seinem kleinen Hof fahren. Der dicke Fahrer des Daimler lässt sich von den wütenden Vorwürfen der Bauern aber nicht aus der Ruhe bringen. Ganz gelassen reagiert er auf die Beschimpfungen. Gleich wird er sich in sein Auto setzten und seine Fahrt nach Bingen fortsetzen.

Hier sehen wir den ersten Kombi, den Mercedes-Benz heraus brachte. Die Kunden nahmen das neue Angebot gerne an. Der Vierzylinder-Motor mit 1987 ccm leistete 95 PS. Das Auto erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. In den 70er Jahren kauften übrigens immer mehr Kunden einen Kombi. Mercedes folgte mit dem „200“ auch einem Trend.

Modell Busch 

 

Mercedes-Benz 230/250 T - S 123

Kombis waren bei Mercedes lange nicht im Programm. Doch die Nachfrage bei den Kunden stieg. 1975 entschlossen sich die Chefs zum Bau eines Kombis auf der Basis des W 123. 1977 wurde der Wagen mit dem Kürzel "T" vorgestellt und ab 1978 im Werk Bremen gebaut. Intern bekam der Kombi die Bezeichnung S 123.

Der Mercedes-Benz 230 T Kombi als Taxi.

Modell Busch Nr. 46808

Porsche 928 S

Der Porsche wurde von 1977 bis 1995 gebaut. Die wassergekühlten Acht-Zylinder-Motoren hatten 4,5 bis 5,4 Liter Hubraum. Das Leistungsspektrum reichte von 176 bis 257 kW. Eine Besonderheit waren die Klappscheinwerfer. Ab 1979 hatte der 928 Blinker am den vorderen Kotflügeln.

Modell Herpa Nr. 3025

Mercedes-Benz LP 809

Um neues Heizöl zu bringen, ist der Mineral Öl-Händler mit seinem neuen Fahrzeug angerückt. Gleich wird er den Schlauch von der Rolle nehmen und ihn zum Füllstutzen des Hauses ziehen. 

1965 war Mercedes-Benz mit einem neuen Frontlenker auf den Markt gegangen. Der LP 608 wurde im LKW-Werk Wörth gebaut und war binnen kurzer Zeit sehr erfolgreich. 1977 bekam der „Wörth“ ein leicht geändertes Gesicht. Die gesickten Bleche am Führerhaus verschwanden und die Scheinwerfer wurden in die Stoßstange verlegt.

Modell Praline

 

Mercedes Benz LP 809 Getränkewagen

Der Getränkewagen mit der Aufschrift "Herforder Pils" wurde von Praline ab 1986 produziert.

Modell Praline

 

Mercedes-Benz LP 813

Der LP 813 als Abschleppwagen in zwei Varianten.

Modell Herpa

Die Laderampe in ausgefahrener Stellung

ADAC-Abschleppwagen

Modell Herpa

 

Weitere neue Fahrzeuge 1977:

Alfa Romeo Giulietta 1,3
Aston Martin Lagonda
Audi 100 Avant GL 5E
BMW 728
Cadillac De Ville
Chevrolet Caprice Classic
Citroen LN
Ford Granada 2,0
Jaguar XJ 12L
Lamborghni Cheetah
Lotus Esprit
Matra-Simca Rancho
Mercury Zephyr
Mitsubishi Galant Sigma
Porsche 928
Renault R 14
Rolls-Royce Silver Shadow II
Saab 99 Turbo
Skoda 120 L
Suzuki Cervo
Toyota Celica
Volvo 262 C
VW Derby
VW Passat L
X-7
 
Weiter geht es mit den Straßenfahrzeugen ab 1978 hier.
 
Letzte Änderung auf dieser Seite am 10.10.2017.
 
 

 

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